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Projekte nach ausgewählten Eigenschaften (Attribut)

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Projekte nach ausgewählten Eigenschaften (Attribut)

Eine Liste der Seiten, die das Attribut „Inhalt“ mit dem Datenwert „Aktuelle Erkenntnisse der wissenschaftssoziologischen Geschlechterforschung deuten darauf hin, dass es nicht die vermeintliche 'Härte' der Naturwissenschaften ist, die Frauen häufig Barrieren in den Weg legt, und auch nicht unbedingt wissenschaftsexterne Faktoren, wie beispielsweise die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es zeigt sich vielmehr, dass erfolgreiche Forschung von Frauen in den Naturwissenschaften hochgradig an ihre soziale Integration in das Fach gebunden ist. Anknüpfend daran ging das Projekt der Frage nach, wie sich die soziale Integration von Frauen in naturwissenschaftlichen Gebieten darstellt. Dies erfolgte zum einen auf der strukturellen Ebene der Verteilung von Frauen und Männern innerhalb der Naturwissenschaften und auf der "Karriereleiter" wissenschaftlicher Werdegänge, zum anderen auf der symbolischen Ebene der Vergeschlechtlichung der Fachgebiete als "Männerfach" oder "Frauenfach" Die empirische Untersuchung fand am Fallbeispiel "NAWI Graz" - die gegenwärtige Kooperation im Bereich der Naturwissenschaften der beiden großen Grazer Universitäten, der Karl-Franzens Universität und der Technischen Universität - statt. '''Forschungsfragen:''' * Wie charakterisieren NaturwissenschaftlerInnen ihr eigenes Forschungsgebiet im Unterschied zu anderen und wie werden mit epistemischen und strukturellen Grenzziehungen auch soziale Gruppen differenziert und auf diese Weise auch soziale Grenzen gezogen? * Welche verschiedenen Bilder und Vorstellungen von wissenschaftlicher Arbeit und welche unterschiedlichen Anforderungen an WissenschaftlerInnen spielen hier eine Rolle? Welche Formen der Selbstpräsentation und der wissenschaftlichen Arbeitspraxis haben in welchen Feldern Legitimität? * Inwiefern sind die verschiedenen, fachspezifisch bevorzugten, Bilder von WissenschaftlerInnen geschlechtlich eingefärbt? '''Empirische Umsetzung: Forschungsstil: Grounded Theory; methodenpluraler Zugang; 3 Forschungsstränge:''' Quantitative Untersuchung geschlechtsspezifischer Segregation in NAWI Graz (Strukturdatenanalyse) Qualitative Untersuchung naturwissenschaftlicher Selbstpräsentationen im Internet (Homepages NAWI Graz und Google Bilder) Qualitative Querschnittuntersuchung naturwissenschaftlicher Fachdiskurse im Rahmen von Interviews mit ausgewählten FachvertreterInnen (Sampling über 4 NAWI Graz Bereiche: Mathematik, Chemie, Biowissenschaften, Erd-, Space and Environmental Sciences sowie unterschiedlicher Arten epistemischer Arbeitspraxis: Feld-, Laborforschung, Modellierung und Simulation, mathematisch logische Beweisführung) '''Zentrale Ergebnisse:''' * Strukturelle "Disunity" der Naturwissenschaften: Auf struktureller Ebene zeigen sich unterschiedliche Muster der Geschlechtersegregation, d.h. der Frauenanteil spanergiert hier eklatant auf horizontaler und vertikaler Ebene. Diese Unterschiede stehen u.a. in Zusammenhang mit der epistemischen Ebene von Wissenschaft: je mehr die Forschungsarbeit auf das Labor konzentriert ist, desto höher ist der Anteil des weiblichen wissenschaftlichen Personals und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen in Leitungspositionen tätig sind. Insgesamt lässt sich weiter feststellen, dass Frauen überdurchschnittlich häufig drittmittelfinanzierte Stellen besetzen. * Selbstdarstellung der Fächer: Männerdomänen (Gebiete mit einem sehr niedrigen Frauenanteil) neigen dazu, sich symbolisch sowohl über Sprache (Verwendung des generischen Maskulinums) als auch Bilder (geringe visuelle Sichtbarkeit von Frauen) zu homogenisieren. Auch hier konnten fachliche Differenzierungen belegt werden, denn wenn Frauen sichtbar werden, dann vor allem als im Labor arbeitend, während "Feldarbeit" auf visueller Ebene männlich vergeschlechtlicht zu sein scheint; zudem werden Frauen, wo sie sichtbar werden, oftmals als "Ausnahmefrau" dargestellt. * Fachliche Orientierungen& unterschiedliche Spielarten naturwissenschaftlicher "Männlichkeit": Es gibt nicht die eine Vorstellung des Naturwissenschaftlers, sondern trotz gemeinsamer naturwissenschaftlicher Grundorientierung unterschiedliche fachliche und berufliche Bilder. Insgesamt konnten im Sample fünf unterschiedliche fachliche und berufliche Konzeptionen rekonstruiert werden: naturwissenschaftlicher Grundlagenforscher und angewandter Naturwissenschaftler, Laborforscher, Feldforscher und reiner Mathematiker. Diese Fach- und Berufskonzeptionen verteilen sich nicht beliebig auf die untersuchten Fächer, sondern korrelieren mit den epistemischen Merkmalen der jeweiligen Fachgebiete und erweisen sich als latent vergeschlechtlicht“ enthalten.

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