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Projekte nach ausgewählten Eigenschaften (Attribut)

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Projekte nach ausgewählten Eigenschaften (Attribut)

Eine Liste der Seiten, die das Attribut „Inhalt“ mit dem Datenwert „Auch wenn noch immer eine ungleiche Verteilung der Geschlechter auf die einzelnen Studiengänge der Mathematik zu beobachten ist, Männer also noch immer deutlich häufiger Diplomstudiengänge der Mathematik, Frauen hingegen entsprechende Lehramtsstudiengänge wählen, so kann dennoch angenommen werden, dass die seit Jahren steigenden Studentinnenanteile auf eine (langsame aber kontinuierliche) "Angleichung" des Geschlechterverhältnisses in der Mathematik hindeutet - zumindest auf der Ebene der Studierenden. Inwieweit diese Annahme stimmt, ist eine zentrale Ausgangsfrage dieses Forschungsprojektes, das seine theoretische Verortung in dem organisationssoziologischen Ansatz von Joan Acker findet. Um Auffassungen entgegenzutreten, wonach Organisationen und in unserem Falle Fachbereiche an Universitäten als geschlechtsneutrale soziale Gebilde zu verstehen sind, entwickelt und beschreibt Joan Acker in ihrem Aufsatz "Gendering organizational theory" von 1992 vier Prozesse oder Prozesskategorien, die dafür verantwortlich zu machen sind, dass im Gegenteil Organisationen als "gendered" zu bezeichnen sind und dass "gendering" ständig reproduziert wird. Diese sind: * die (Re-)Produktion von geschlechtsspezifischen Bereichen (Segmentation und Segregation); * die (Re-)Produktion von Symbolen, Vorstellungen und Bewusstseinsformen, die geschlechtsspezifische Ungleichheiten legitimieren oder selten auch ablehnen (Symbolische Ordnung); * Interaktionsprozesse zwischen Inspaniduen, die geschlechtsspezifische Herrschafts- und Unterordnungsstrukturen manifestieren und Allianzen sowie Exklusionen bewirken (Interaktive Ordnung); mentale Prozesse, die im Inspaniduum ablaufen, wenn es bewusst Organisationen als geschlechtsstrukturierte Gebilde konzipiert sowohl im Hinblick auf Strukturen als auch auf die Kultur einer Organisation (Kognitive Ordnung). Acker zufolge spielt sich der Prozess des "gendering" in einem weiten gesellschaftlichen Rahmen ab, eben entsprechend der skizzierten Zusammenhänge, in einem Rahmen, der gesellschaftliche und organisationale Gegebenheiten in eine Wechselwirkung miteinander stellt. In dieser Studie wird der Ansatz von Acker zu folgender These modifiziert: Nicht nur die Universität als Organisation, sondern auch wissenschaftliche Disziplinen sind geschlechtsstrukturiert, d.h. strukturelle, symbolische, interaktionale und mentale Prozesse des "doing gender" tragen dazu bei, dass Hochschuldisziplinen und in diesem Fall die Mathematik, keine neutralen sozialen Gebilde sind, sondern Geschlechterasymmetrien reproduzieren. Die forschungsleitende Frage war: Was geschieht, wenn sich ein Aspekt des von Acker beschriebenen "circulus vitiosus" ändert? Hat dies Auswirkungen auf die restlichen Aspekte? Im Falle der Mathematik lassen sich Änderungen auf der strukturellen Ebene beobachten, der Anteil der Studentinnen in diesem Fach steigt, d.h. das Ausmaß der Segmentation geht zurück. Ändern sich dadurch auch die Prozesse auf der symbolischen, der interaktionalen und der mentalen Ebene? Bedeutet dies, dass auf allen Ebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern verschwinden oder sich zumindest nivellieren, d.h. statistisch nicht mehr signifikant sind?“ enthalten.

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