Über die Zahlen hinaus. Fach- und Lehrkultur als Variable für das Studierverhalten junger Frauen und Männer

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Ein Studienverlaufsprojekt in der Elektrotechnik und Informatik der Universität Dortmund

Über die Zahlen hinaus. Fach- und Lehrkultur als Variable für das Studierverhalten junger Frauen und Männer

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2005/10 bis 2006/12
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung Auftragsforschung
Förderung/Finanzierung Land Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Wissenschaft und Forschung
Förderprogramm HWP-Programm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Beyond numbers. Technical and training culture as a variable for young women’s and men’s study behavior. An academic study project in electro-technology and computer science at the University of Dortmund
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/fileadmin/Projekte/ueber-die-zahlen-hinaus/Fachkulturstudie_Geschlechterdynamik.pdf
Inhalt In den vergangenen Jahren verzeichnen einige Ingenieurstudiengänge - z.B. Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik - rückläufige Studierendenzahlen, hohe Abbruchquoten, lange Studienzeiten. Von der Öffentlichkeit, der Politik, den Hochschulen und auch potenziellen Arbeitgebern wahrgenommen wird inzwischen auch, dass diese Studiengänge sich durch einen geringen Anteil an Studentinnen auszeichnen. Als Gründe für den Rückgang der Studierendenzahlen in diesen Fächern werden der Imageverlust des Ingenieurberufs sowie steigende Arbeitslosenzahlen unter den Absolvent/innen seit den 1990er Jahren genannt. Die hohen Abbruchquoten werden u.a. mit einer Diskrepanz zwischen den Vorstellungen über das Studium und den zukünftigen Beruf und der Realität des Studienalltags erklärt; eine weitere Annahme ist, dass sich der geringe Anteil an Studentinnen in diesen Fächern in der Divergenz begründet zwischen der Selbstpräsentation der ingenieurwissenschaftlichen Fächer, der vermittelten Fachkultur und der erlebten Lehr-Lernkultur in der Eingangsphase des Studiums.

Viele junge Frauen, aber auch Männer fühlen sich anscheinend von der "Kultur dieser Fächer" zu wenig angesprochen, so dass sie dieses Fach entweder gar nicht erst als Studienfach wählen oder es nach kurzer Zeit wieder abbrechen, auch wenn sie fähig wären, es erfolgreich abzuschließen.

Ziel des Projektes ist es, Indikatoren der Fachkultur zu eruieren, mit der eine hohe Passfähigkeit zwischen Studierenden und Fach erreicht werden kann und den beteiligten Fachbereichen Ergebnisse zurückzumelden sowie Maßnahmen zu entwickeln, wie u.a. längerfristig a) die Studierendenzahlen erhöht, b) die Abbruchquoten verringert und c) der Frauenanteil gesteigert werden können.

Forschungsfragen: Wie wird für diese Fächer geworben und zwar von der Fachdisziplin und von den bereits Studierenden in der Orientierungsphase und der Studieneinführungsphase? Wie werden Fachwissen und Fachhabitus in den einführenden Lehrveranstaltungen vermittelt? Wie erleben Studentinnen und Studenten, die sich für das Fach entschieden haben, ihre Studiensituation während der ersten Semester? Was hat die Studierenden dazu bewogen, dieses Studium aufzunehmen? Was interessiert diese Studentinnen und Studenten? Was macht ihnen Probleme?

Abstract (en)
Schlagwörter Ingenieurstudiengang; Fachkultur; Frauenförderung; Elektrotechnik; Lehrveranstaltung; Indikator; Informatik; Ingenieurwissenschaften; Studienabbruch; Studienwahl; Lernkultur; Abbruchquote
Land Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Studienwahl; Studium
Karriere
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem Wissenschaftskultur
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Dortmund (Dortmund)
Institutionstyp Technische Universität
Institut Hochschuldidaktisches Zentrum
Institutswebsite http://www.zhb.tu-dortmund.de/zhb/de/home/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. (i.R.) Dr. Sigrid Metz-Göckel
Projektbearbeitung Marion Kamphans; Petra Selent; Hye-Kyung Kim

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)
qualitative Methoden Qualitatives Interview; Qualitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich); Qualitative Beobachtung
weitere Methoden
Stichprobe Studierende; StudienanfängerInnen; Hochschullehrende

Methodischer Ansatz: Analyse von Selbstdarstellungsdokumenten der Studienfächer Teilnehmende Beobachtung von ausgewählten Vorlesungen, Übungen sowie Einführungsveranstaltungen des 1. Semesters der Fächer Elektrotechnik und Informatik Quantitative und qualitative Befragung von Erstsemestern Leitfadengestützte ExpertInnen-Interviews mit Lehrenden der beiden Fächer Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen keine Angaben
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/%C3%9Cber_die_Zahlen_hinaus._Fach-_und_Lehrkultur_als_Variable_f%C3%BCr_das_Studierverhalten_junger_Frauen_und_M%C3%A4nner._Ein_Studienverlaufsprojekt_in_der_Elektrotechnik_und_Informatik_der_Universit%C3%A4t_Dortmund
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