„Jenseits der gläsernen Decke“

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Professorinnen zwischen Anerkennung und Marginalisierung

Jenseits der gläsernen Decke

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2017 bis 2020/03
Projektstatus geplant
Projekttyp Verbundprojekt; Kooperationsprojekt
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung BMBF
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel academia
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite https://www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/aktuell/archiv_2/2017/2017quartal2/einzelansicht_176192.de.jsp
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Arbeitssituation und den Erfahrungen von Professorinnen im Hochschulalltag. Das Ziel ist, näheren Aufschluss über das komplexe Wechselspiel zwischen Anerkennung und Marginalisierung zu gewinnen, um so auch mögliche Handlungsspielräume zu erforschen.

Einbezogen werden verschiedene Vergleichsgruppen und Kohorten sowie Expertinnen und Experten aus Gleichstellung und Wissenschaftsberatung. Die breit angelegte empirische Untersuchung deckt dabei alle Hochschultypen ab. Hintergrund des Projekts ist die aktuelle Situation, dass die meisten Programme zur Steigerung des Professorinnenanteils an Hochschulen auf der Stufe vor bzw. auf dem Weg zur Professur ansetzen, nicht jedoch an der Situation von Professorinnen und ihren Teilhabechancen bei der Gestaltung von Hochschule und Wissenschaft. Auch die soziologische Forschung zu den Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen in der Wissenschaft fokussiert bislang auf die Situation des Nachwuchses und auf Wissenschaftskarrieren bis zur Professur. Indessen weisen statistische Daten – etwa zur Besetzung von Leitungspositionen an Hochschulen – darauf hin, dass sich die Unterrepräsentanz von Frauen „jenseits der gläsernen Decke“, d.h. auch nach Berufung auf eine Professur, fortsetzt.

Daher richtet sich das Forschungsinteresse in „academica“ nicht auf die Situation von Anwärterinnen auf eine Professorenstelle, sondern stellt Frauen, die bereits eine Professur innehaben, in den Mittelpunkt der Untersuchungen. Dabei schließen die Forscherinnen an aktuelle Studien zu Wissenschaftskultur an. Diese zeigen einhellig, dass in der Wissenschaftskarriere heute nicht primär formale Zugangsbarrieren Ungleichheit (re-)produzieren, sondern die in hohem Maße kulturellen und häufig informellen Praktiken von Anerkennung bzw. Marginalisierung im wissenschaftlichen Alltag.

Für die Statusgruppe der Professorinnen klafft hier eine deutliche Forschungslücke, insbesondere hinsichtlich der Fragen, mit welchen Handlungsstrategien sie solchen Marginalisierungsmechanismen begegnen und welche Unterschiede zwischen den Hochschultypen Universität, Fachhochschule sowie Kunst- und Musikhochschule existieren. Diese Forschungslücke möchte „academica“ schließen.

Abstract (en) Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Arbeitssituation und den Erfahrungen von Professorinnen im Hochschulalltag. Ziel ist, Aufschluss über das komplexe Wechselspiel zwischen Anerkennung und Marginalisierung zu gewinnen, um Handlungsspielräume zu erforschen.
Schlagwörter ProfessorIn
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Weg zur Professur
Karriere Führungspositionen; Karriereverlauf; Karriereförderung
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem Wissenschaftskultur
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Darmstadt (Darmstadt)
Institutionstyp Technische Universität
Institut Institut für Soziologie
Institutswebsite https://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=soziologie&L=0/index.php
Zentrale Institution HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (Holzminden)
Institutionstyp Fachhochschule / Hochschule für angewandte Wissenschaften
Institut Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen
Institutswebsite http://www.hawk-hhg.de/index.php

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Tanja Paulitz; Prof. Dr. Leonie Wagner
Projektbearbeitung Dr. Stephanie Braukmann; Dr. Anne Doelemeyer; Julia Leser; Dr. des. Andrea Neugebauer

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe ProfessorInnen; Führungskräfte; ExpertInnen

Methodischer Ansatz: Qualitative Sozialforschung, offene, thematisch- und problemzentrierte Leitfadeninterviews. Kombination aus systematischem und theoretischen Sampling (orientiert an der Grounded Theory) und Hinzuziehung von Expertinnen-Interviews. Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: ca. 80 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

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Weitere Projektdarstellungen


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