Auf der Suche nach dem verlorenen Nachwuchs

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Mobilität und Drop-Out des wissenschaftlichen Nachwuchses

Auf der Suche nach dem verlorenen Nachwuchs

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2010/05 bis 2013/04
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung BMBF; ESF
Förderprogramm Frauen an die Spitze

Projektbeschreibung

Projektkürzel Mobile Dropouts
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/mobile_dropouts/
PDF Projektbeschreibung http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/fileadmin/Projekte/mobile_dropouts/30.5.11Kurzbeschreibung_Dropout_Projekt.pdf
Inhalt Im Fokus des Projektes stehen die Karriereverläufe des wissenschaftlichen Nachwuchses. Geschätzt wird, dass nur ein Drittel der jungen Wissenschaftler/innen in Deutschland ihr gesamtes Berufsleben in der Wissenschaft verbringt (Janson et al. 2006). Über die zwei Drittel, die eine Zeitlang im Wissenschaftssystem tätig sind und dann ihren beruflichen Weg außeruniversitär weiterverfolgen, gibt es bislang keine konkreten Informationen. Es ist davon auszugehen, dass die Gründe für das Verlassen der Hochschule (ob mit oder ohne Promotion) nicht nur in den Individuen selbst zu suchen, sondern auch wissenschaftssystemimmanent sind. Es ist zu vermuten, dass hier Selektionsmechanismen wirken, die vor allem hochqualifizierte und motivierte Frauen ausgrenzen, die somit der Wissenschaft verloren gehen.

Die forschungsleitenden Fragen sind u.a.:

  • Wie verlaufen die Selektionsprozesse des wissenschaftlichen Nachwuchses?
  • Wer steigt mit welchem Qualifikationsgrad aus und warum?
  • Und wie verläuft die berufliche Karriere dieser "Hochschulaussteiger/innen"?
  • Und verbleiben tatsächlich die "Besten" in der Wissenschaft?

Auf der Basis der Hochschulpersonalstatistik und der Auswertung der Daten ausgewählter Universitäten werden die Ausgeschiedenen seit 2003 genauer verfolgt sowie über Befragungen (quantitativ und qualitativ) Zusammenhänge zwischen Beschäftigungsbedingungen und Promotionserfolg sowie den Abbrüchen, Ausstiegen, Wechseln und Lebensplanungen (z.B. Partnerschaftskonstellationen und Kinder/-wunsch) eruiert. Die Karrierewege außerhalb der Universität, insbesondere in der Industrie und anderen Berufsfeldern, werden in die Untersuchung einbezogen, um zu erfahren, welche Alternativen sich für die jungen Wissenschaftler/innen eröffnen bzw. von ihnen bevorzugt wahrgenommen werden. Dies wird über institutionelle Fallanalysen untersucht, in die sowohl die MINT-Fächer als auch geistes-/kulturwissenschaftliche Fächer einbezogen werden.

Abstract (en)
Schlagwörter Wissenschaftlicher Nachwuchs; Beschäftigungsbedingungen; Kinderwunsch; WissenschaftlerIn; Generatives Verhalten; Familienfreundliche Hochschule; Lebensplanung; Entscheidung
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation Mobilität; Soziale Herkunft
Qualifizierung Nachwuchs(förderung)
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Wirtschaft / Industrie
Fächergruppen Sozial- u. Gesellschaftswissenschaften; Geisteswissenschaften; MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Dortmund (Dortmund)
Institutionstyp Technische Universität
Institut Zentrum für Hochschulbildung
Institutswebsite http://www.zhb.tu-dortmund.de/zhb/de/home/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel
Projektbearbeitung Dr. Christina Möller; Petra Selent; Dr. Ramona Schürmann; Dr. Dorothee Koch; Kirsten Heusgen

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitative Online-Befragung
qualitative Methoden Fallstudie; Qualitative Online-Befragung
weitere Methoden Sekundäranalyse
Stichprobe HochschulaussteigerInnen

Methodischer Ansatz: amtliche Hochschul­personalstatistik, die Auswertung der anonymisierten Personalstandsdaten ausgewählter bundesdeutscher Universitäten Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Auswahl
  • Selent, Petra; Koch, Dorothee; Heusgen, Kirsten; Schürmann, Ramona; Metz-Göckel, Sigrid (Hg.) (2015): Wissenschaftliche Karriere muss man sich leisten können. Mobilität und Drop-Out des wissenschaftlichen Nachwuchses. Leverkusen: Budrich Barbara.
  • Metz-Göckel, Sigrid; Selent, Petra; Schürmann, Ramona (2010): Integration und Selektion. Dem Dropout von Wissenschaftlerinnen auf der Spur. In: Beiträge zur Hochschulforschung 32 (1), S. 8–35. Online verfügbar unter http://www.bzh.bayern.de/uploads/media/1-2010-metz-goeckel-selent-schuermann.pdf, zuletzt geprüft am 17.10.2014.
  • Metz-Göckel, Sigrid; Möller, Christina; Auferkorte-Michaelis, Nicole (2009): Wissenschaft als Lebensform – Eltern unerwünscht? Kinderlosigkeit und Beschäftigungsverhältnisse des wissenschaftlichen Personals der nordrhein-westfälischen Universitäten. Opladen: Barbara Budrich.
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Sigrid Metz-Göckel/Petra Selent. Prekarisierung als biographische Verunsicherung und Mobilität beruflicher Karrieren;– einige kritische Fragen. http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/fileadmin/Projekte/mobile_dropouts/abschlusstagung/Abstract_Metz-Goeckel_Selent.pdf
Konferenzen Fachtagung am 17. und 18. Januar 2013 an der TU Dortmund: Optimale Bedingungen für Wissenschaftskarrieren? Arbeits- und lebensweltliche Einflussfaktoren auf den Ausstieg aus und den Verbleib in der Universität.

http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/mobile_dropouts_abschlusstagung/

Abstracts Abschlusstagung: http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/fileadmin/Projekte/mobile_dropouts/abschlusstagung/Abstracts_alle.pdf

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