Berufsfindung im Prozess: Wie tragfähig ist die Studien- und Berufswahl?

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Eine Längsschnittstudie über biographische Verläufe und Orientierungsprozesse von jungen Frauen und Männern nach dem Abitur

Berufsfindung im Prozess: Wie tragfähig ist die Studien- und Berufswahl?

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2005/01 bis 2006/12
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung Land Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung
Förderprogramm HWP-Programm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Job decisions as a process: How sustainable are study and occupational choices? A profile study of biographical courses and orientation processes among young women and men following their German high school graduation
Link zur Projektwebsite http://www.berufsorientierung-lebensplanung.de/index.html
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Berufsfindung wird heute nicht mehr als punktuelle Entscheidung ("Berufswahl") verstanden, sondern als ein langfristiger biographischer Prozess, der sich über die Adoleszenz in das junge Erwachsenenalter - und zum Teil noch darüber hinaus - hinzieht. Berufsfindung befindet sich dabei im Spannungsfeld verschiedener Einflussfaktoren: Bildungshintergrund, soziales Umfeld, Geschlecht, aber auch institutionelle Beratungs- und Informationsangebote, Lebensziele und -pläne sowie Einstellungen, Kompetenzen und nicht zuletzt die Chancen und Risiken des Arbeitsmarktes prägen die individuellen Biografieverläufe.

Die Berufsfindung ist ein komplexer Prozess - es wundert kaum, dass viele junge Erwachsene sich dieser Komplexität nicht gewachsen fühlen und für sie ungünstige oder wenig tragfähige Entscheidungen treffen. Umso wichtiger ist es, in dieser unübersichtlichen Gemengelage für Orientierung zu sorgen.

Trotz einer wachsenden Zahl von institutionellen Angeboten im Bereich der Berufsorientierung hat sich die Situation für junge Erwachsene nicht maßgeblich verbessert. Insbesondere junge Frauen können ihre hohen und guten im Bildungssystem erworbenen Abschlüsse nicht in das Erwerbsleben herüberretten. Ein weiteres Problem, das die Phase zwischen Schulabschluss und Berufseintritt betrifft, sind die hohen Abbrecherquoten: An den Hochschulen ist das Problem der Studienabbrecher (25%) längst zu einem wichtigen Thema geworden und auch bei den betrieblichen Ausbildungen gibt es die hohe Quote von über 20% aufgelösten Ausbildungsverträgen.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, günstige Strategien im Umgang mit der Berufsfindung zu identifizieren und die tatsächlich hilfreichen Unterstützungs- und Orientierungsangebote herauszufiltern.

Abstract (en)
Schlagwörter AbiturientIn; Berufsaussicht; Berufswahl; Berufsfindung; Geschlechtsspezifische Faktoren; Soziale Faktoren; Orientierung; Lebensplanung
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Studienwahl; Studium
Karriere
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Elementar-, Primar- und Sekundarstufe
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Bielefeld (Bielefeld)
Institutionstyp Universität
Institut Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung -IFF-
Institutswebsite http://www.uni-bielefeld.de/IFF/

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Helen Knauf
Projektbearbeitung Prof. Dr. Mechtild Oechsle

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe SchülerInnen; StudienanfängerInnen

Methodischer Ansatz: Es soll der 2002 mit 58 AbiturientInnen begonnene Längsschnitt nun - vier Jahre nach dem Abitur - fortgesetzt werden. Mit der Längsschnittuntersuchung kann dem prozesshaften Charakter der Berufsfindung Rechnung getragen werden und durch den qualitativen Ansatz können Motiv- und Bedürfnisstrukturen sowie berufsbiographische Kompetenzen beobachtet und analysiert werden.

Befragung, anwendungsorientiert, empirisch, Längsschnitt, empirisch-qualitativ Längsschnittstudie: W

Stichprobenumfang: 58 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Oechsle, Mechthild; Maschetzke, Christiane; Rosowski, Elke; Knauf, Helen (2002): Abitur und was dann? Junge Frauen und Männer zwischen Berufsorientierung und privater Lebensplanung. In: Zeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung (4), S. 17–27. Online verfügbar unter http://www.berufsorientierung-lebensplanung.de/pdf/Abitur_und_was_dann.pdf, zuletzt geprüft am 19.06.2015.

Oechsle, Mechthild; Knauf, Helen; Maschetzke, Christiane; Rosowski, Elke (Hg.) (2009): Abitur und was dann? Berufsorientierung und Lebensplanung junger Frauen und Männer und der Einfluss von Schule und Eltern. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (Geschlecht & Gesellschaft).

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Knauf, Helen; Oechsle, Mechthild (2006): Berufsfindung im Prozess: Wie tragfähig ist die Studien- und Berufswahl? Eine Längsschnittstudie über biographische Verläufe und Orientierungsprozesse von jungen Frauen und Männern nach dem Abitur. Projektbericht 23 (31), S. 55–62. Online verfügbar unter http://www.iffonzeit.de/ausgaben/iff-info/IFFInfo_06_1.pdf, zuletzt geprüft am 19.06.2015.
Konferenzen

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