Chancengleichheit in der Postdoc-Phase in Deutschland - Gender und Diversity

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Chancengleichheit in der Postdoc-Phase in Deutschland - Gender und Diversity

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2012/04 bis 2015/03
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung BMBF; ESF
Förderprogramm Frauen an die Spitze

Projektbeschreibung

Projektkürzel Chance:Postdocs
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite http://hochschuleundbildung.de/projekt-chancedocs/chancepostdocs/
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Die Zeit nach der Promotion, auch Postdoc-Phase genannt, ist ein relativ offener Karriereabschnitt – unübersichtlich und kaum einheitlich geregelt. Es handelt sich um eine Übergangsphase nach dem Erwerb des Doktorgrads, welche oft eine Berufung auf eine Professur an einer Hochschule zum Ziel hat.

Die momentane Schwierigkeit zwischen Promotion bis Habilitation bildet der Verlust von NachwuchswissenschafterInnen an den Hochschulen. Beispielsweise ist Deutschland im europäischen Vergleich eines der Länder mit den wenigsten von Frauen besetzten Professuren. Hier wird von der sogenannten Leaky Pipeline gesprochen: zahlreiche Frauen verlassen die akademische Laufbahn bevor sie eine Professur in Aussicht haben. Derzeit beschränken sich die Untersuchungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland vor allem auf die erfolgreichen Promotionen und Karrieren derer, die dem Wissenschaftssystem erhalten blieben. Dabei bleiben potentielle und tatsächliche Gründe für den Ausstieg aus dem universitären Gefüge bisher unberücksichtigt.

Die Fragen, die sich bezüglich des Schwunds im Pool der akademischen Nachwuchskräfte stellen, sind vielseitig. Ist es wirklich allein die Leistung, die zählt? Vermutlich nicht – doch welche Faktoren tragen zur Entscheidung der Promovierten bei, dem Wissenschaftssystem den Rücken zu zukehren? Wie verläuft die berufliche und persönliche Entwicklung innerhalb und außerhalb von Forschung und Lehre für Promovierte? Welche Ziele, Wünsche und Möglichkeiten verfolgen junge AkademikerInnen heute tatsächlich? Welche Anreize motivieren sie, einen Anker im Hochschulsystem zu werfen beziehungsweise doch andere Berufs- und Lebenswege zu verfolgen? Welche strukturellen Barrieren und individuellen, organisationsbezogenen oder institutionellen Faktoren tragen zu einem Ausstieg aus den verschiedenen Forschungseinrichtungen bei?

Das Projekt Chance:PostDocs ist ein Forschungsvorhaben an der Universität Hildesheim mit dem Ziel einer Analyse zu bundesweit existierenden Formen und Strukturen von Qualifizierungswegen in der Postdoc-Phase unter dem Blickwinkel von Gender und Diversity. Das Team interessiert hierbei insbesondere, welche Förderstrukturen vom wissenschaftlichen Nachwuchs tatsächlich genutzt werden und inwieweit Programme zu Qualifizierung, Information, Vernetzung und Mentoring sowie zur finanziellen Unterstützung in der Postdoc-Phase dazu beitragen, dass ein Ausstieg aus dem Wissenschaftssystem weniger wahrscheinlich wird. Am Ende des Projekts soll eine Ausarbeitung von Empfehlungen stehen, welche nachhaltig zur Optimierung entsprechender Förderstrukturen und Chancengleichheit an deutschen Hochschulen beitragen können.

Die Methoden zur Erhebung qualifizierender Wege in der Postdoc-Phase bilden, wie beim Vorgängerprojekt Chance:Docs eine Mischung aus quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen. Geplant ist eine repräsentative Untersuchung von Postdoc-Programmen auf Homepages von Hochschulen und Universitäten sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Dem schließt sich eine bundesweite, fächerübergreifende Befragung an. Diese erfolgt mittels einer standardisierten Online-Befragung und in Form von Gruppendiskussionen von WissenschaftlerInnen, die in den vergangenen drei Jahren eine Dissertation abgegeben haben.

Abstract (en)
Schlagwörter Wissenschaftlicher Nachwuchs; Post-Docs; Drop-Out; Förderungsprogramm; Gender; Diversity; Chancengleichheit
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Promotion; Nachwuchs(förderung); Weg zur Professur
Karriere Karriereförderung
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren außerhochschulische Forschungseinrichtung; Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Hildesheim (Hildesheim)
Institutionstyp Universität
Institut Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Institutswebsite http://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Wolfgang Schröer; Prof. Dr. Meike Baader
Projektbearbeitung Dr. Daniela Böhringer; Svea Korff; Navina Roman; Dr. Maren Zeller

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitative Online-Befragung
qualitative Methoden Dokumentenanalyse; Gruppendiskussion
weitere Methoden
Stichprobe Post-Docs

Methodischer Ansatz: Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Böhringer, Daniela; Gundlach, Julia; Korff, Svea (2014): Nachwuchs im Netz. Eine Untersuchung der Genderrelevanz von Förderprogrammen für Postdocs. In: Beiträge zur Hochschulforschung (3), S. 52–72. Online verfügbar unter http://www.uni-hildesheim.de/media/presse/Ergebnisse_Postdoc-Studie_Uni_Hildesheim.pdf, zuletzt geprüft am 01.06.2015.
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen Abschlusssymposium 26.-27.2.2015

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki
Weitere Projektdarstellungen https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/forschung/aktuelle-projekte/chancengleichheit-in-der-postdoc-phase/


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