Exzellenz kennt keine Grenzen? Wissenschaftliche Exzellenz und soziale Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses

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Neustrukturierung und Effektivität der Promotionsförderung in Deutschland

Exzellenz kennt keine Grenzen? Wissenschaftliche Exzellenz und soziale Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2005 bis 2006
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung Eigenprojekt
Förderung/Finanzierung Universität Dortmund
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite http://www.geschlechterdynamik.tu-dortmund.de/proj_10.htm
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Gesellschaftspolitische Bedeutung des Forschungsvorhabens

Das strukturierte Promovieren im Verbund in Graduate Schools, Graduierten- und Promotionskollegs ist im Kontext des Bologna-Prozesses im deutschen Hochschulsystem neben die individuelle Förderung getreten. Diese Verbundförderung stellt neue Ansprüche an Entwicklung und Sicherung von Qualitäts-, Kompetenz-, Leistungs- und Effektivitätsstandards. Hierzulande ist diese Anspruchsformulierung eingebunden in einen Eliten- und Exzellenzdiskurs im Kontext internationaler Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bildungs- und Hochschulsystems. Die DiskursteilnehmerInnen reichen von der Politik und Wissenschaftsadministration auf Bundes- und Landesebene über die Deutsche Forschungsgemeinschaft als dem traditionell größten Promotionsförderer (z.Z. ca. 270 DFG-Graduiertenkollegs) und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z.Z. ca. 40 International Max-Planck Research Schools etc.) bis zu den politisch, kirchlich, gewerkschaftlich und wirtschaftlich orientierten Begabtenförderwerken.

Forschungsfragen: Setzt sich die Abhängigkeit vom kulturellen und ökonomischen Kapital der Herkunftsfamilie, durch bildungsstatistische Daten (und PISA) hinsichtlich des Schulerfolgs sowie für den Zugang zum Hochschulstudium (HIS: 17. Sozialerhebung 2004) statistisch belegt, bei der Promotion – im Vergleich der Individual- mit der Verbundförderung – fort? Wie wird der Zugang zu den neuen Formen des Promovierens im Verbund im Hinblick auf wissenschaftliche Exzellenz, Qualität und Kompetenz geregelt und gesteuert, und welche sozialen und geschlechtsspezifischen Rekrutierungsmuster lassen sich (organisations- und fachabhängig etc.) feststellen? Welche Qualität, Kompetenz, Exzellenz, Begabung werden in den Bildungs- und Wissenschaftsbegriffen der Fördereinrichtungen adressiert, und welche (gesellschaftliche, politische, ideologische etc.) Standards liegen explizit und implizit zugrunde? Inwieweit können durch die organisatorische Strukturierung der Promotionsphase tiefer gehende Veränderungen der deutschen Promotionsförderlandschaft prognostiziert werden?

Methodische Zugänge:

Quantitativ-statistische Zeitreihenanalysen (Teilprojekt 1): Während zu den abgeschlossenen Promotionen Zeitreihen vorliegen, gibt es zu den aktuell jeweils laufenden Promotionen keine statistisch zuverlässigen Daten. Ziel dieses Teilprojektes ist es, eine transparente DoktorandInnen-Statistik aufzubereiten, die ein möglichst umfassendes Bild zur Situation von Promovierenden nach Fächern, sozialer Herkunft und Geschlecht für die Bundesrepublik ermöglicht.

Qualitative Peer-Review-Studie (Teilprojekt 2): Hier geht es um Fragen des Zugangs zu den Verbundformen des Promovierens im Hinblick auf fachlichwissenschaftliche Auswahl- und Exzellenzkriterien im Verhältnis zu sozialen Kriterien wie Geschlecht, soziale Herkunft, In-/AusländerIn. Das Instrument der Analyse der Auswahlverfahren und Exzellenzkriterien ist neben Dokumentenanalysen das Interview mit: Antragstellerinnen (KandidatInnen für die Promotion), GutachterInnen (ProfessorInnen als LeiterInnen von Graduate Schools) und Programmverantwortlichen der verschiedenen Promotionsfördereinrichtungen (DFG, Begabtenförderwerke, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen). Ziel: Das TG 94-Projekt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient der Vorbereitung für die Beantragung von Drittmittelprojekten, u.a. im Rahmen einer DFG-Forschergruppe i.Gr. zur 'Selbst- und Fremdsteuerung von Hochschulen'.

Abstract (en)
Schlagwörter
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Promotion; Nachwuchs(förderung)
Karriere Karriereförderung
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Dortmund (Dortmund)
Institutionstyp Technische Universität
Institut Dynamik der Geschlechterkonstellationen, Interdisziplinäre Forschungsgruppe der TU Dortmund
Institutswebsite http://www.geschlechterdynamik.tu-dortmund.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung
Projektbearbeitung Dr. Karin Zimmermann; Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview; Dokumentenanalyse
weitere Methoden
Stichprobe NachwuchswissenschaftlerInnen; WissenschaftlerInnen
Methodischer Ansatz:
Quantitativ-statistische Zeitreihenanalysen (Teilprojekt 1): Während zu den abgeschlossenen Promotionen Zeitreihen vorliegen, gibt es zu den aktuell jeweils laufenden Promotionen keine statistisch zuverlässigen Daten. Ziel dieses Teilprojektes ist es, eine transparente DoktorandInnen-Statistik aufzubereiten, die ein möglichst umfassendes Bild zur Situation von Promovierenden nach Fächern, sozialer Herkunft und Geschlecht für die Bundesrepublik ermöglicht.
Qualitative Peer-Review-Studie (Teilprojekt 2): Hier geht es um Fragen des Zugangs zu den Verbundformen des Promovierens im Hinblick auf fachlichwissenschaftliche Auswahl- und Exzellenzkriterien im Verhältnis zu sozialen Kriterien wie Geschlecht, soziale Herkunft, In-/AusländerIn. Das Instrument der Analyse der Auswahlverfahren und Exzellenzkriterien ist neben Dokumentenanalysen das Interview mit: Antragstellerinnen (KandidatInnen für die Promotion), GutachterInnen (ProfessorInnen als LeiterInnen von Graduate Schools) und Programmverantwortlichen der verschiedenen Promotionsfördereinrichtungen (DFG, Begabtenförderwerke, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) (aus: Projektwebsite).

Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen keine Angabe
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

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