Gender in der akademischen Lehre an Thüringer Hochschulen

Aus GESIS CEWSwiki


Gender in der akademischen Lehre an Thüringer Hochschulen

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2009/01 bis 2012/06
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp Verbundprojekt
Art der Finanzierung Auftragsforschung
Förderung/Finanzierung Freistaat Thüringen, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel GeniaL
Projekttitel (en) Gender in academic teaching
Link zur Projektwebsite http://www.genial-in-thueringen.de/projects/projektinfos/
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Im Forschungsverbund der Thüringer Hochschulen analysiert und evaluiert das Projekt Inhalt und didaktische Aufbereitung des Lehrangebots unter dem Fokus Geschlechtersensibilität. Sein Ziel ist es, kooperativ mit den Beteiligten (Lehrende, Studierende, Hochschulleitung) Verbesserungsbedarfe zu identifizieren und adäquate Qualifizierungsformate für Lehrende und Studierende zu entwickeln. Das Teilprojekt an der Fachhochschule Jena forscht auf dem Gebiet der Technik- und Ingenieurswissenschaften.

Das Forschungsdesign trianguliert Methoden der qualitativen und der quantitativen Sozialforschung. Mittels Fragebogenerhebung werden Einschätzungen der Studierende zum Thema Gendersensibilität der Lehre eruiert. In leitfadengestützten Experteninterviews werden die Relevanzsetzungen und Stellenwertzuschreibungen an die Kategorie Geschlecht in der Lehre auf Seiten der Hochschulleitung und der Lehrenden erhoben. Das Teilprojekt an der Fachhochschule Jena fokussiert das Thema unter neoinstitutionalistischem Blickwinkel.

Hintergrund: Eine Reihe von Studienfächern werden, historisch gewachsen und gesellschaftlich bedingt, auch heute noch als spezifisch 'weiblich' oder 'männlich' wahrgenommen. Dies spiegelt sich u.a. in der Studienwahl von Schülerinnen und Schülern wieder. So entscheiden sich junge Frauen häufiger für ein sozial- und geisteswissenschaftliches Studium, junge Männer häufiger für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium. Dies führt zu einem Ungleichgewicht auf beiden Seiten. Studien und praktische Erfahrungen zeigen, dass gemischte Teams von Frauen und Männern nicht nur effektiv, sondern auch innovativ arbeiten, da sie die Sichtweisen und Bedürfnisse beider Geschlechter einbeziehen.

Für die Hochschulen erwächst daraus der Auftrag, die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern umfassender als bisher in Lehre und Forschung zu berücksichtigen.

Ziel des Projektes 'Gender in der akademischen Lehre' war es, sowohl hochschulspezifisch als auch standortübergreifend die Hochschullehre gendersensibel zu gestalten. Dafür wurden die institutionellen Rahmenbedingungen wissenschaftlich untersucht (z.B. mittels hochschulübergreifender Studierendenbefragung) sowie praxistaugliche und innovative Gender-Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und evaluiert (z.B. durch didaktische Begleitung von Lehrveranstaltungen, Weiterbildung für Lehrende, Gender-Module für Studierende).

Organisationsstruktur An dem Thüringer Verbundprojekt GeniaL beteiligten sich insgesamt sieben Thüringer Hochschulen. Um die Vielfalt der Thüringer Hochschullehre abzubilden, wurden je nach Hochschule unterschiedliche Forschungsschwerpunkte gesetzt.

Arbeitspakete:

  • Standortübergreifende wissenschaftliche Untersuchung akademischer Lehre in Bezug auf Genderaspekte
  • Begleitung und Optimierung einzelner Lehrveranstaltungen im Hinblick auf Genderaspekte
  • Konzeption und Umsetzung von interdisziplinären Gender-Modulen für Studierende
  • Konzeption und Umsetzung von Weiterbildungsangeboten sowie einer didaktischen Gender-Toolbox für Lehrende
Abstract (en)
Schlagwörter Diversity; Lehre; Gender Mainstreaming; Hochschullehre; Geschlechtersensible Lehre
Land Deutschland
Bundesland Thüringen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere
Wiss. Einrichtungen Genderaspekte in Forschung und Lehre
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren
Fächergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Ilmenau (Ilmenau)
Institutionstyp Technische Universität
Institut
Institutswebsite https://www.tu-ilmenau.de/
Zentrale Institution Hochschule Jena (Jena)
Institutionstyp Fachhochschule / Hochschule für angewandte Wissenschaften
Institut FB Sozialwesen
Institutswebsite http://www.sw.eah-jena.de/
Zentrale Institution Bauhaus-Universität Weimar (Weimar)
Institutionstyp
Institut
Institutswebsite
Zentrale Institution Universität Erfurt (Erfurt)
Institutionstyp
Institut
Institutswebsite
Zentrale Institution Fachhochschule Nordhausen (Nordhausen)
Institutionstyp
Institut
Institutswebsite
Zentrale Institution Fachhochschule Erfurt (Erfurt)
Institutionstyp
Institut
Institutswebsite
Zentrale Institution Fachhochschule Schmalkalden (Schmalkalden)
Institutionstyp
Institut
Institutswebsite

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Dr. Birgit Bütow; Prof. Dr. Nicola Döring
Projektbearbeitung Anja Müller

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitative Online-Befragung
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe Studierende

Methodischer Ansatz: Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen http://www.genial-in-thueringen.de/publikationen/
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Flyer: http://www.genial-in-thueringen.de/wp-content/uploads/2014/07/Gender-Diversity-Zertifikat.pdf
Konferenzen 08./09. Oktober 2012 an der Universität Erfurt: Fachtagung 'Innovativ lehren – Gender in der akademischen Lehre'

24. Juni 2011 an der FH Erfurt, Fachworkshop 'Gender-Sprache-Informatik' (in Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik e.V.)

02./03. Dezember 2010 an der TU Ilmenau: Fachtagung 'Hochschullehre neu denken – Vielfalt als Chance nutzen'

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Gender_in_der_akademischen_Lehre_-GeniaL-_%28Teilprojekt%29
Weitere Projektdarstellungen


21, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2010/ Internet (19037)