Geschlechts(un)typische Studienwahl

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Was hält Frauen vom Studium der Ingenieur- und Informatikwissenschaften ab, und warum werden Männer nicht Primarlehrer?

Geschlechts(un)typische Studienwahl

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2009/01 bis 2011/12
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung - SNF -; Gebert Rüf Stiftung (Basel)
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Counter-stereotypical career choice: what keeps women from majors in engineering and information technology, and why do men not become primary school teachers?
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Ausgangslage: Die Studienwahl verläuft häufig noch immer entlang geschlechtstypischer Trennlinien: Frauen sind besonders in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen untervertreten, Männer wählen deutlich weniger Studiengänge im sozialen Bereich oder Ausbildungsgänge, die zum Lehrberuf führen. Während die Untervertretung von Frauen v.a. wegen des weltweiten Mangels an qualifizierten Nachwuchskräften in den Ingenieur- und Informatikwissenschaften als problematisch erachtet wird - häufig wird argumentiert, dass es im 21. Jahrhundert kaum mehr zu verantworten sei, in diesen Wissenschaftsbereichen auf die "Bildungsreserve Frau" zu verzichten - fällt die gesellschaftliche Diskussion um die fehlende Beteiligung von Männern am Lehrerberuf stärker normativ aus. Häufig ist davon die Rede, dass das Berufsbild "Vor-/ Primarschullehrperson" der männlichen Normalbiographie insofern wenig entspricht, als es bisher vergleichsweise wenig berufliche Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten geboten hat. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Entscheidungsprozesse während der Studienwahl von jungen Frauen, die sich für ein Studium der Ingenieur- und Informatikwissenschaften interessieren und von Männern, die den Primarlehrberuf in Betracht ziehen, genauer zu analysieren. Welche Bedingungen haben einen Einfluss darauf, dass ein solches Studium tatsächlich aufgenommen wird? Aus den Ergebnissen sollen Schlüsse gezogen werden, wie und zu welchen Zeitpunkten Schülerinnen und Schüler mit geschlechts-untypischen Interessen und Fähigkeiten dabei unterstützt werden können, entsprechende Laufbahnmöglichkeiten gezielt zu explorieren, zu reflektieren und allenfalls umzusetzen. Im Vordergrund steht die Frage, wie die Unterstützung der in den Studienwahlprozess involvierten Institutionen und Personen idealerweise gestaltet und koordiniert sein sollte. Als theoretischer Rahmen dient das Laufbahnmodell von Lent, Brown & Hackett (1994), welches die Studienwahl als Ergebnis eines Zusammenspiels zwischen Kontextmerkmalen sowie individuellen Merkmalen versteht.
Abstract (en)
Schlagwörter Schule; Matura; LehrerIn; Primarbereich; Geschlechtsrolle; Geschlechtsspezifische Faktoren; IngenieurIn; Ingenieurwissenschaften; Studienwahl; Erziehungswissenschaft
Land Schweiz
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Studienwahl
Karriere
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren
Fächergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Pädagogische Hochschule Zürich (Zürich)
Institutionstyp Pädagogische Hochschule
Institut Abt. Forschung und Entwicklung
Institutswebsite http://www.phzh.ch/de/Forschung/

Beteiligte Personen

Projektleitung Christine Bieri Buschor
Projektbearbeitung Simone Berweger; Andrea Keck; Christa Kappler

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)
qualitative Methoden Qualitatives Interview; Dokumentenanalyse
weitere Methoden
Stichprobe SchülerInnen; StudienanfängerInnen

Methodischer Ansatz: Längsschnittstudie: W

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Berweger, S.; Bieri Buschor, C.; Keck Frei, A.; Kappler, C.: Studienwünsche am Ende des Gymnasiums - wie sie (nicht) umgesetzt werden. in: Gymnasium Helveticum, 2010, 1.
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Berweger, S.; Keck, A.; Wolf, B.; Kappler C.; Bieri Buschor, C.: "Wissenschaft hautnah erleben" - "mit Herausforderungen kämpfen" - "komplexe Fragen auf logische und menschliche Art beantworten". Teilnahme an ETH Studienwochen: Motive und Funktion im Studienwahlprozess. Teilbericht. Zürich: PH Zürich.
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Geschlechts%28un%29typische_Studienwahl:_Was_h%C3%A4lt_Frauen_vom_Studium_der_Ingenieur-_und_Informatikwissenschaften_ab,_und_warum_werden_M%C3%A4nner_nicht_Primarlehrer%3F
Weitere Projektdarstellungen https://forsbase.unil.ch/project/study-public-detail/11043/


228, SOFISwiki: Schweizer Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften, Erhebung 2009