Grenzen des Gender Mainstreaming? Professionalisierung der akademischen (Selbst-)Verwaltung und die Beharrlichkeit von doing gender

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Grenzen des Gender Mainstreaming? Professionalisierung der akademischen (Selbst-)Verwaltung und die Beharrlichkeit von doing gender

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2008/10 bis 2009/03
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung Eigenprojekt
Förderung/Finanzierung
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Limits of mainstreaming? Professionalization of the academic (self) government and the persistence of 'doing gender'
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Das deutsche Hochschulsystem befindet sich in einem fundamentalen Umbruch, der sich insbesondere mit Blick auf das Hochschulmanagement maßgeblich am US-amerikanischen System orientiert. Dort entwickelt sich die von Burton C. Clark (1983) postulierte "entrepreneurial university" deutlich schneller als in Deutschland. In der "entrepreneurial university" wird managerielle Selbstverwaltung forciert und neben der staatlichen Regulierung werden weitere gesellschaftliche "Stakeholder" auf der Ebene der strategischen Entscheidungen eingeführt. Die Wettbewerbssituationen um knappe Ressourcen und um wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufmerksamkeit nehmen zu. Forschungsergebnisse aus den USA zeigen, dass dieser Wandel der institutionellen Umwelten von Universitäten mit einer deutlichen Zunahme an Stakeholdern die Aufgaben der (akademischen) Verwaltung zunehmend komplexer werden lässt. Zu konstatieren ist parallel dazu eine Professionalisierung - vor allem auf dem Feld der akademischen (Selbst)Verwaltung.

Im Ergebnis bildet sich eine neue akademische Managementschicht heraus. Das übliche Muster der Übernahme einer oder mehrerer (Selbst)Verwaltungsfunktion(en) (Dean, President, Provost) im Laufe der Tätigkeit als Professor an einer Universität wird ersetzt durch eine Art Verwaltungskarriere über mehrere Universitäten hinweg. Derartige Karrieren stehen für den Fall der USA vor allem der weißen, männlichen Professorenschaft offen. Die mittleren Führungspositionen hingegen, von denen es inzwischen - aufgrund des institutionellen Wandels - immer mehr gibt, werden entlang des "Diversity"-Ansatzes insbesondere weiblichen und farbigen AkademikerInnen zugänglich gemacht.

In diesem Forschungsprojekt soll für Deutschland folgender Frage nachgegangen werden: Inwieweit sind Frauen in der universitären (Selbst) Verwaltung präsent, welche Aufstiegschancen bieten sich ihnen und, sind sie mit dieser Situation zufrieden?

Beispielhaft für die hessischen Universitäten (Darmstadt, Frankfurt am Main, Giessen, Kassel, Marburg) soll untersucht werden, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen sich deren Präsenz im Rahmen des Hochschulreformprozesses verstärkt hat. Hierfür werden Gruppendiskussionen mit unterschiedlichen Statusgruppen der Universität durchgeführt werden.

Das Projekt zielt darauf, Ergebnisse auf drei Ebenen zu generieren. Erstens stellen die empirischen Erkenntnisse einen relevanten Beitrag für die Schnittstelle zwischen Hochschulforschung, Karriere- und Genderforschung dar. Zweitens ist die Studie als Pilotstudie aufgebaut, die in einem nächsten Schritt in anderen Bundesländern und sodann in anderen europäischen Länder durchgeführt werden soll. Drittens schließlich sollen Empfehlungen für die universitäre Gleichstellungspolitik abgeleitet werden.

Abstract (en)
Schlagwörter Hochschulreform; Professionalisierung; Hochschullehrer; Geschlechtsspezifische Faktoren; Hochschulverwaltung; Unternehmerische Hochschule; Gender Mainstreaming
Land Deutschland
Bundesland Hessen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere
Wiss. Einrichtungen Gleichstellungsarbeit/Gleichstellungspolitik
Wissenschaftssystem Governance
Doing Gender Geschlechterkonstruktion

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Frankfurt am Main (Frankfurt am Main)
Institutionstyp Universität
Institut Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse Professur für Soziologie, insb. Industrie- und Organisationssoziologie
Institutswebsite http://www.fb03.uni-frankfurt.de/39472952/fb03?legacy_request=1

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink
Projektbearbeitung Dr. Kendra Briken; Alexandra Rau

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Gruppendiskussion
weitere Methoden
Stichprobe Hochschulleitung; Gleichstellungsbeauftragte; ProfessorInnen; NachwuchswissenschaftlerInnen

Methodischer Ansatz: Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 5 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Endbericht: Blättel-Mink, Birgit; Briken, Kendra; Rau, Alexandra (2010): Grenzen des Gender Mainstreaming? Professionalisierung der akademischen (Selbst)Verwaltung und die Beharrlichkeit von 'doing gender'. Projektbericht im Rahmen der Förderung kleiner Frauen und Genderforschungsprojekte. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. Online verfügbar unter http://www.fb03.uni-frankfurt.de/45724080/Rau_2010_Grenzen_Gender_Mainstreaming.pdf, zuletzt geprüft am 15.09.2014.
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Grenzen_des_Gender_Mainstreaming%3F_Professionalisierung_der_akademischen_%28Selbst%29_Verwaltung_und_die_Beharrlichkeit_von_%22doing_gender%22
Weitere Projektdarstellungen http://www.fb03.uni-frankfurt.de/43258622/forschung


69, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2008