Kontinuität und Diskontinuität in der geschlechtlichen Normierung von Studienfächern, wissenschaftlichen Arbeitsgebieten und Karrieren in den Professionen

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Kontinuität und Diskontinuität in der geschlechtlichen Normierung von Studienfächern, wissenschaftlichen Arbeitsgebieten und Karrieren in den Professionen

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 1998 bis 2002
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung DFG
Förderprogramm Schwerpunktprogramm: Professionalisierung, Organisation, Geschlecht. Zur Reproduktion und Veränderung von Geschlechterverhältnissen in Prozessen sozialen Wandels

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Continuity and discontinuity in the gender standardization of study subjects, scientific work spheres and professional careers
Link zur Projektwebsite http://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=pog_costas
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Auf der Basis der Theorie der sozialen Konstruktion von Geschlecht soll die Kontinuität und Diskontinuität von geschlechtlichen Zuschreibungen im Bereich von Studienfächern, wissenschaftlichen Arbeitsgebieten und Professionen geklärt werden. Ein besonderes Gewicht wird der Frage beigemessen, welche gesellschaftlichen Bedingungen, welche sozialen Prozesse und kulturellen Diskurse zu Abweichungen und Widersprüchen zwischen dem Konstrukt geschlechtlicher Normierungen und gesellschaftlichen Praktiken führen.

Die empirische Analyse bezieht sich auf die Entwicklung in Deutschland seit der Zulassung der Frauen zum Studium und umfaßt den Zeitraum bis 1945. Damit trägt das Projekt dazu bei, die historische Ausgangslage und die Traditionslinien für die kulturellen Zuschreibungen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Bereich von Wissenschaftsdisziplinen und akademischen Berufskarrieren auch in der Bundesrepublik aufzuzeigen.

Abstract (en)
Schlagwörter Professionalisierung; Studienfach; Fächerwahl; Historische Sozialforschung
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Studienwahl
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen
Wissenschaftssystem Wissenschaftskultur
Doing Gender Geschlechterstereotype

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Göttingen (Göttingen)
Institutionstyp Universität
Institut Soziologisches Seminar
Institutswebsite http://www.uni-goettingen.de/de/28106.html

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Ilse Costas
Projektbearbeitung

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)
qualitative Methoden Dokumentenanalyse; Qualitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich); Qualitative Beobachtung
weitere Methoden Sekundäranalyse
Stichprobe Studierende; WissenschaftlerInnen

Methodischer Ansatz: empirisch, historisch, Längsschnitt, Querschnitt, Sekundäranalyse, Aggregatdatenanalyse, empirisch-qualitativ Um dezidierte Aussagen und Erklärungen über die Fächerwahlen und Karriereverläufe der ersten Studentinnengenerationen zu machen, bearbeiten die Autorinnen die Fragestellung methodisch gesehen durch zwei Herangehensweisen: Zum einen erstellen sie auf statistischer Grundlage ein Faktorengeflecht auf der Basis von Daten aus verschiedenen Quellen, die die relevanten Lebensabschnitte und Sozialfaktoren erfassen. Zum anderen werden die Hypothesen im Kontext von Bildungssystem- und Universitätsentwicklung, Berufsständepolitik sowie dem Geschlechterdiskurs auch aufgrund von Quellenmaterial aus Archiven, Materialien von Berufsorganisationen und Verbänden überprüft bzw. differenziert. Durch dieses Ineinandergreifen von quantitativem und qualitativem Vorgehen können Professionalisierungsstrategien im Zusammenhang mit gendering-Prozessen betrachtet werden. Auf diese Weise können Traditionslinien und Brüche bei der Herstellung und Aktualisierung der Geschlechterhierarchie innerhalb der akademischen Berufe analytisch erfaßt und in ihrer Bedeutung für die heutige Situation beschrieben werden. Längsschnittstudie: W

Stichprobenumfang: 6000 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Costas, Ilse 2002: Die ersten Frauen an der Universität Göttingen. Pionierinnen gegen die immer noch bestehende Geschlechterhierarchie, in: Feministische Studien, 1, S. 23-39

Costas, Ilse 2001: Genderparadoxien in der geschlechtlichen Normierung von Studienfächern und Karrieren, in: Bulletin 23 des Zentrums für Interdisziplinäre Frauenforschung der Humboldt-Universität zu Berlin

Costas, Ilse 2001: Profession und Geschlecht: Die ersten Studentinnen und ihre "Karrieren" in Deutschland, in: Berg, Tanja/ Renate Niekant /Uta Schuchmann: Feministische Erkenntnistheorie. Zwischen Wissenschaftstheorie und politischer Praxis, Opladen, (im Erscheinen) ?

Costas, Ilse 2001: Profession und Geschlecht. Fächerwahlen und Karriereverläufe der ersten Wissenschaftlerinnen an deutschen Universitäten, in: femina politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft. 10: 1, S. 93-97

Costas, Ilse 2000: Geschlechtliche Normierung von Studienfächern und Karrieren im Wandel, in: Historische Sozialforschung, 25: 2, S. 23-53.

Costas, Ilse; Roß, Bettina; Suchi, Stefan (2000): Geschlechtliche Normierung von Studienfächern und Karrieren im Wandel. In: Historical Social Research 25 (2), S. 23–53. Online verfügbar unter http://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/3161, zuletzt geprüft am 24.09.2015.

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Kontinuit%C3%A4t_und_Diskontinuit%C3%A4t_in_der_geschlechtlichen_Normierung_von_Studienf%C3%A4chern,_wissenschaftlichen_Arbeitsgebieten_und_Karrieren_in_den_Professionen
Weitere Projektdarstellungen http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5108369


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