Organisationales Potential und Interventionschancen von Frauen im aktuellen Reformprozeß der Hochschulen

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Organisationales Potential und Interventionschancen von Frauen im aktuellen Reformprozeß der Hochschulen

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 1998/09 bis 2000/08
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung DFG
Förderprogramm Schwerpunktprogramm: Professionalisierung, Organisation, Geschlecht. Zur Reproduktion und Veränderung von Geschlechterverhältnissen in Prozessen sozialen Wandels

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite https://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=pog_metz1
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Dies ist eine Untersuchung zu Handlungspielräumen, Interventionschancen und Interessenwahrnehmung von Akteurinnen im Kontext der aktuellen Hochschulreformen. Deregulierungsmaßnahmen des Staates in Haushalts- und Genehmigungsangelegenheiten bringen Autonomie und Verantwortlichkeit auf Hochschulebene in ein neues systemisches Verhältnis. Die wissenschaftsorganisatorischen Rationalisierungen innerhalb der einzelnen Hochschule sind im vollen Gange und in ihren Festlegungen durch Hochschulgesetze und ihren Differenzierungen durch die kontroversen Diskussionen und Positionen noch offen. Modernisierungsprojekte zur Erprobung schaffen jedoch bereits Strukturen und strategische Macht- und Einflußsphären. Im Unterschied zu früheren Reorganisationsprozessen im Hochschulbereich sind Frauen im frauenpolitischen Amt als Frauenbeauftragte, in Gremien, Leitungspositionen und anderen Positionen (z.B. Mittelbau und Professuren) präsent. Es wird untersucht, ob dieses Potential genutzt werden kann und wird, um gleichstellungspolitische Innovationen in den Reformprozeß einzubringen. Die Frage ist, unter welchen strukturellen Voraussetzungen, organisatorischen und institutionellen Bedingungen, mit welchen Zielrichtungen, Strategien und Erfolgen dies gelingt.
Abstract (en)
Schlagwörter Hochschulreform; Gleichstellungspolitik; Struktur; Institutionelle Faktoren; Gleichstellungsbeauftragte
Land Deutschland
Bundesland Hessen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere
Wiss. Einrichtungen Gleichstellungsarbeit/Gleichstellungspolitik; Organisationsentwicklung
Wissenschaftssystem Hochschul- und Wissenschaftspolitik
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Darmstadt (Darmstadt)
Institutionstyp Universität
Institut Professionalisierung, Organisation, Geschlecht
Institutswebsite https://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=pog&L=2-27-60-28-5B-7B-5E-7E

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel
Projektbearbeitung Dr. Christine Roloff; Dr. Karin Zimmermann

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden Quantitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe Gleichstellungsbeauftragte; Hochschulleitung

Methodischer Ansatz: Durchführung einer Fragebogenerhebung bei den Frauenbeauftragten an 116 (37,5 % von damals 309) deutschen Hochschulen, anschließend qualitative Fallstudien zu drei Hochschulen und zwei Wissenschaftsministerien auf der Basis von 25 Interviews mit Frauenbeauftragten, Dekan/inn/en, Rektor/inn/en und Präsident/inn/en, Abteilungsleiter/inne/n in Ministerien, Hochschulverwaltungen und Fachbereichs-/Fakultätsleitungen. Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 116; 25 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Metz-Göckel, Sigrid, Christa Schmalzhaf-Larsen, Eszter Belinszki (Hg) 2000: Hochschulreform und Geschlecht. Neue Bündnisse und Dialoge. Opladen: Leske+ Budrich

Metz-Göckel, Sigrid 2002: ‚Ein bisschen Größenwahn steht jeder Frau’. Zur Normalisierung einer Elitebildung von Frauen. In: Marita Kampshoff, Beatrix Lumer (Hg.): Chancengleichheit im Bildungswesen, Opladen, S. 109-129

Metz-Göckel, Sigrid 2004: Exzellenz und Elite im amerikanischen Hochschulsystem. Portrait eines Women’s College. Wiesbaden: VS-Verlag

Roloff, Christine 1998: Reformpotenzial an Hochschulen. Frauen als Akteurinnen in Hochschulreformprozessen. Berlin: Edition Sigma

Roloff, Christine, Karin Zimmermann 2000: Mittelverteilung, Informationsmanagement und Networking. Aktionsfelder der Gleichstellungsbeauftragten im Reformprozess der Hochschulen. In: Löther, Andrea, Lydia Plöger (Hg.): Mittelvergabe und Gleichstellungspolitik an Hochschulen, S. 43-57

Roloff, Christine, Petra Selent (Hg.) 2003: Hochschulreform und Gender Mainstreaming. Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittaufgabe. Bielefeld: Kleine Verlag

Zimmermann, Karin 2002: Geschlechterkonstellationen im Feld wissenschaftlicher Eliten. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Themenschwerpunkt Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung durch Gender Mainstreaming?, Jg. 20, H. 3, S. 30-48

Zimmermann, Karin 2003: Praxis der Gleichstellung - widersprüchliche Modernisierung. Das Beispiel der Hochschulen, in: Hildegard Matthies, Ellen Kuhlmann, Maria Oppen, Dagmar Simon (Hg.): Gleichstellung in der Forschung - Organisationspraktiken und politische Strategien. Berlin: Edition Sigma, S. 155-171

Zimmermann, Karin, Sigrid Metz-Göckel, Kai Huter 2004: Grenzgänge zwischen Wissenschaft und Politik. Geschlechterkonstellationen in wissenschaftlichen Eliten. Wiesbaden: VS-Verlag

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki
Weitere Projektdarstellungen http://www.zhb.tu-dortmund.de/hd/organisationales-potenzial/


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