Professionalisierung der Informatik

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Chance oder Hindernis für die Beteiligung von Frauen

Professionalisierung der Informatik

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2000/07 bis 2002/07
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung DFG
Förderprogramm Schwerpunktprogramm: Professionalisierung, Organisation, Geschlecht. Zur Reproduktion und Veränderung von Geschlechterverhältnissen in Prozessen sozialen Wandels

Projektbeschreibung

Projektkürzel PROFI
Projekttitel (en) Professionalisation of computer science - chance or hindrance for the participation of women
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Die Professionalisierung der Informatik ist noch im Gange, d.h. ein vergleichsweise stabiler Kern für sie ist noch nicht gefunden, was sich in der großen Veränderungsdynamik des Wissens und der Lehre ausdrückt, wie in der noch mangelnden Monopolisierung informatischer Kompetenz, insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung. Es geht also um Leitbilder und inhaltliche Selbstdefinitionen der Informatik und deren Bedeutung vor allem für die Beteiligung von Frauen, aber auch für das Fach der Informatik an sich. Seit Beginn der neuen Informatik-Studiengänge in den Siebziger Jahren ist nämlich ein kontinuierlicher Rückzug der Frauen aus diesem Feld zu beobachten. Wir erhoffen uns aus dieser Untersuchung Klärungen, die zur Professionalisierung der Informatik beitragen können, und die die immer noch marginale Präsenz und die marginalisierten Interessen und Orientierungen der Frauen in der Informatik stärken.

ExpertInnen der Profession Informatik, Software-EntwicklerInnen und VertreterInnen beschäftigender Organisationen sollen über ihre Sichtweisen von Professionalität in Informatik und Softwareentwicklung befragt werden. Gegenstand der Untersuchung sind die Fragen, wie die verschiedenen Strömungen innerhalb der Informatik, die ingenieurwissenschaftliche, die mathematisch-formale und die gesellschaftlich-interdisziplinär erweiterte, zur "Vergeschlechtlichung" der Informatik und Softwareentwicklung beitragen und wie gleichzeitig deren Realisierungschancen für eine zukunftsweisende Professionalisierung von Informatik und Softwareentwicklung gesehen werden.

Die Professionalisierung der Informatik ist noch im Gange, d.h. ein vergleichsweise stabiler Kern für sie ist noch nicht gefunden, was sich in der großen Veränderungsdynamik des Wissens und der Lehre ausdrückt, wie in der noch mangelnden Monopolisierung informatischer Kompetenz, insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung. Es geht um Leitbilder und inhaltliche Selbstdefinitionen der Informatik und deren Bedeutung vor allem für die Beteiligung von Frauen, aber auch für das Fach der Informatik an sich.

Abstract (en)
Schlagwörter Informatik; Leitbild; Studiengang; Professionalisierung
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere
Wiss. Einrichtungen Genderaspekte in Forschung und Lehre
Wissenschaftssystem Wissenschaftskultur
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren
Fächergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Freiburg im Breisgau (Freiburg im Breisgau)
Institutionstyp Universität
Institut Institut für Informatik und Gesellschaft IIG, Abt. Modellbildung und soziale Folgen
Institutswebsite http://mod.iig.uni-freiburg.de/cms/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Britta Schinzel
Projektbearbeitung Dr. Esther Ruiz Ben; Raphaela Swadosch; Isabelle Reiff

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe ExpertInnen; ArbeitnehmerInnen

Methodischer Ansatz: Befragung, empirisch, Querschnitt, empirisch-qualitativ ExpertInnen der Profession Informatik, Software-EntwicklerInnen und VertreterInnen beschäftigender Organisationen sollen über ihre Sichtweisen von Professionalität in Informatik und Softwareentwicklung befragt werden. Gegenstand der Untersuchung sind die Fragen, wie die verschiedenen Strömungen innerhalb der Informatik, die ingenieurwissenschaftliche, die mathematisch-formale und die gesellschaftlich-interdisziplinär erweiterte, zur "Vergeschlechtlichung" der Informatik und Softwareentwicklung beitragen und wie gleichzeitig deren Realisierungschancen für eine zukunftsweisende Professionalisierung von Informatik und Softwareentwicklung gesehen werdenDie Erhebung der Daten geschah in Zusammenarbeit mit dem Sozialwissenschaftlichen Umfragezentrum Duisburg (SUZ). Der überwiegende Teil der Befragung erfolgte in Form von Telefoninterviews (cati), es bestand aber auch die Möglichkeit, postalisch oder per Internet an der Befragung Teil zu nehmen. In Einzelfällen kam es auch zu persönlichen Interviews (capi). Der Pretest wurde erfolgreich im Juni vergangenen Jahres durchgeführt. Die Befragung selbst fand in drei Wellen statt, von denen die letzte Beginn April 2003 erfolgreich absolviert werden konnte. Im Rahmen der Telefoninterviews wurde ein Fragebogen eingesetzt, der in enger Kooperation mit Kolleginnen aus dem europäischen Ausland entwickelt worden war. Um einen weitreichenden Überblick über die Berufswege sowie über die aktuelle Situation am Arbeitsplatz Universität von Professorinnen und Professoren zu gewinnen, enthielt der Fragebogen Fragebatterien zu folgenden Themengebieten: Studium und wissenschaftlicher Werdegang; Wissenschaftliche Tätigkeit; Stellung und Aktivitäten im akademischen Bereich; Stellung und Aktivitäten im nicht-akademischen Bereich; Finanzielle Situation; Einstellungen zu Beruf und Arbeit; Familie (Partnersituation); Stellung der Frau in Gesellschaft und Universität; persönliche Informationen. Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 48 Stichprobe, sonstiges: 6 ExpertInnen in Universitäten, Verbänden und Gremien, 30 SoftwareentwicklerInnen, 12 Personalverantwortliche in Software-Firmen

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Schinzel, Britta; Kleinn, Karin: "Quo vadis, Informatik?" in: Informatik-Spektrum, Vol. 24, 2001, No. 2, S. 91-97.
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

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Weitere Projektdarstellungen http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5255722


350, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2002