Qualitative sozialwissenschaftliche Studie zu Karrieremustern von Frauen in Universitäten

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Erschwernisse durch strukturelle und sexualisierte Diskriminierung

Qualitative sozialwissenschaftliche Studie zu Karrieremustern von Frauen in Universitäten

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2006/01 bis 2007/12
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung
Förderung/Finanzierung LMU, Frauenbeauftragte
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Qualitative sociological study on women's career patterns at universities: Difficulties through structural and sexualized discrimination
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Empirische Untersuchung der Karrieremuster von Frauen an Universitäten unter diesen Gesichtspunkten mit Blick auf folgende drei Fragen:

1. Kann sexuelle Belästigung von karrierewilligen Wissenschaftlerinnen empirisch erfasst werden?

2. Können diese Ergebnisse in die Hochschulöffentlichkeit gebracht werden, ohne Wissenschaftlerinnen zu schädigen?

3. Kann das universitäre Machtgefüge durch die empirische Untersuchung auf einer qualitativ neuen Ebene verunsichert werden?

Der Erhebungszeitraum für die qualitativen Gespräche mit Frauenbeauftragten, Wissenschaftlerinnen und weiblichen wie männlichen Führungskräften in der Wissenschaft war Oktober bis Dezember 2006, mit zusätzlichen Gesprächen im Januar/Februar 2007 sind Fragen vertieft worden, die sich im Laufe der Erhebungen zusätzlich ergeben haben. Zu diesen irritierenden Ergebniskonstellationen gehörte z.B. auch die (unerwartete) Scheu der Befragten, sich offen zu Benachteiligung und sexualisierter Diskriminierung zu äußern. Dahinter steht, wie wir inzwischen wissen, das Faktum, dass in Gesprächen zunächst die geltenden gesellschaftlichen Zustände mit allen Deutungen und Tabus reproduziert werden. Im vorliegenden Fall haben die befragten Wissenschaftlerinnen selbst erlebte bzw. beobachtete geschlechtsspezifische (sexualisierte) Diskriminierungen zunächst im geltenden Selbstverständnis eher unterbewertet. In einem psychoanalytischen Verständnis könnte es sich hier um eine Abwehr im Sinne der 'Idealisierung' sowie der 'Identifikation mit dem Aggressor' handeln, zu der die Betroffenen greifen, um eine positive Selbsteinschätzung aufrechterhalten zu können.

Abstract (en)
Schlagwörter AkademikerIn; Berufsverlauf; Diskriminierung; Geschlechtsspezifische Faktoren; Hochschullehre; WissenschaftlerIn
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen Genderaspekte in Forschung und Lehre
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Schäuble Institut für Sozialforschung (München)
Institutionstyp Kommerzielle Forschungseinrichtung
Institut
Institutswebsite http://www.schaeuble-institut.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung
Projektbearbeitung Ingegerd Schäuble; Karin Schreifeldt

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe
Methodischer Ansatz:
empirisch, empirisch-qualitativ

Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Schäuble, Ingegerd; Schreifeldt, Karin (2007): Karrieremuster von Frauen an Universitäten: Erschwernisse durch strukturelle und sexualisierte Diskriminierung. Analysebericht. Schäuble Institut für Sozialforschung. München. Online verfügbar unter https://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/frauenbeauftr/berichte/berichte_veranstalt/karrieremuster.pdf, zuletzt geprüft am 04.02.2019.
Konferenzen

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