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Genderkompetenz als innovatives Element der Professionalisierung der LehrerInnenausbildung für das Fach Mathematik
Bundesland Nordrhein-Westfalen  +
Faechergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)  +
Finanzierungsart gefördert  +
Foerderprogramm Schwerpunkt 'Hochschulforschung', Förderlinie 'Zukunftswerkstatt Hochschullehre'  +
Foerderung BMBF  +
Inhalt Leistungsvergleichsstudien wie TIMSS, PISA
Leistungsvergleichsstudien wie TIMSS, PISA und IGLU zeigen, dass Schulfächer hinsichtlich der Kompetenz- und Interessensentwicklung, der Motivation, des Selbstvertrauens, der fachbezogenen Selbstkonzepte und letztlich auch der Leistungen nach wie vor zwischen den Geschlechtern in bestimmte "Reviere" aufgeteilt sind. Geschlechtsspezifische Unterschiede in den Fachpräferenzen werden bereits am Ende der Grundschulzeit sichtbar, verstärken sich im Laufe der Schulzeit, manifestieren sich in der Wahl der Leistungskurse und setzen sich bei der späteren Studienfach-, Studiengangs- und Berufswahl fort. Mathematik stellt dabei, neben der eigenständigen Relevanz des Faches, auch eine "Schlüsseldisziplin" für die Studien- und Berufswahl in naturwissenschaftlich-technischen Fächern und Berufsfeldern dar. Seit mehr als 15 Jahren betonen FachdidaktikerInnen und genderbezogene Schul- und HochschulforscherInnen, dass neben der Entwicklung und Umsetzung einer geschlechtersensiblen Didaktik in der Mathematik und den Naturwissenschaften auch die Notwendigkeit einer Sensibilisierung der Lehrenden dieser Fächer hinsichtlich ihres Beitrags zur Inszenierung und Reproduktion geschlechterstereotyper Trennlinien besteht, ohne dass dieser Erkenntnis bislang in der Lehramtsausbildung an Hochschulen in systematischer Weise Rechnung getragen worden wäre. Geschlechterstereotypisierungen und fehlende Genderkompetenz seitens der LehrerInnen müssen - neben anderen Faktoren - als eine wesentliche Ursache für den fachspezifischen Geschlechterbias in der Interessensentwicklung und dem Kompetenzerwerb junger Menschen erkannt werden. Gerade angehende LehrerInnen als zukünftige MultiplikatorInnen sollten darin geschult werden, in Bezug auf die Fachdidaktik und die Fachinhalte ihres Unterrichtsfachs Genderkompetenz zu erwerben, um ihren "Beitrag" zur Überwindung geschlechtsspezifischer Konnotierungen von Unterrichtsfächern zu leisten (bzw. leisten zu können). In der Regel fehlen jedoch - insbesondere in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern - Angebote für Lehramtsstudierende, sich innerhalb ihres Studiengangs mit Genderfragen zu beschäftigen. Die systematische Integration von Genderkompetenz in die Lehramtsausbildung wäre jedoch ein nachhaltiger bildungspolitischer Schritt zur Erhöhung von Chancengleichheit jenseits geschlechterstereotyper "Wissens- und Interessensreviere" und zudem ein wichtiger Baustein der Professionalisierung, Kompetenzvertiefung und Qualitätssicherung einer berufsorientierten Hochschulausbildung von LehrerInnen, wie sie nicht nur die HRK in ihren Empfehlungen zur Zukunft der Lehrerausbildung an Hochschulen im Zuge der Einführung neuer Studienstrukturen formuliert. Das Forschungsprojekt greift dieses Defizit in der Lehramtsausbildung für das Fach Mathematik auf und schlägt damit 1. eine in der Hochschulforschung längst überfällige und bislang weitgehend vernachlässigte Brücke zwischen Hochschulstrukturreform, Gender Mainstreaming und Professionalisierung der LehrerInnenausbildung in der Mathematik und versucht 2. zwei im Rahmen der Professionalisierungsdebatte um die Lehramtsausbildung immer wieder genannte Mängeln der LehrerInnenausbildung zu begegnen: der geringen Praxisnähe und der fehlenden Genderperspektive bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Inhalte.
schaftlicher und fachdidaktischer Inhalte.  +
Inst Institut Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung -IFF-  + , Department Mathematik  + , Sozial- und Kulturwissenschaften/Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsstelle Gender Studies  +
Inst Institutionstyp Universität  +
Inst Ort Bielefeld  + , Hamburg  + , Gießen  +
Inst Website http://www.uni-bielefeld.de/soz/forschung/  +
Inst ZentraleInstitution Universität Bielefeld  + , Universität Hamburg  + , Universität Gießen  +
Land Deutschland  +
LinkSOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Genderkompetenz_als_innovatives_Element_der_Professionalisierung_der_LehrerInnenausbildung_für_das_Fach_Mathematik_(interdisziplinäres_Verbundprojekt)  +
Met Laengsschnitt 0  +
ProjektEnde Dezember 2010  +
ProjektKuerzel Gender Mathe  +
ProjektStart Oktober 2008  +
ProjektTyp Verbundprojekt  +
ProjektWebsite http://www.uni-bielefeld.de/IFF/genderundmathe/index.html  +
Projektbearbeitung Grabarz, Karin  +
Projektleitung Dr. Anina Mischau  + , Prof. Dr. Andrea Blunck  + , Dr. Sabine Mehlmann  +
Projektnummer 271  +
Projektstatus abgeschlossen  +
Projekttitel Genderkompetenz als innovatives Element der Professionalisierung der LehrerInnenausbildung für das Fach Mathematik  +
ProjekttitelEngl Gender competence as an innovative element of the professionalization in teacher training for the subject mathematics (interdisciplinary joint project)  +
Qualitative Methoden Gruppendiskussion  +
Schlagwoerter Kompetenz  + , Interesse  + , Motivation  + , Professionalisierung  + , Fachdidaktik  + , Mathematik  + , Geschlecht  + , Lehrerbildung  + , Genderkompetenz  + , Unterricht  + , Didaktik  + , Geschlechtsspezifische Faktoren  +
Sektoren Hochschule  + , Elementar-, Primar- und Sekundarstufe  +
Stp Stichprobe ExpertInnen  +
Thema Doing Gender Geschlechterstereotype  +
Thema Qualifizierung Studium  +
Thema WissEinrichtungen Genderaspekte in Forschung und Lehre  +
Thema Wissenschaftssystem Hochschul- und Wissenschaftspolitik  +
Untertitel Interdisziplinäres Verbundprojekt  +
Veroeffentlichungen Auswahl: *Langfeldt, Bettina/Mehlmann, Sab
Auswahl: *Langfeldt, Bettina/Mehlmann, Sabine/Mischau, Anina (2012): Genderkompetenz – (k)ein Thema in der universitären Lehramtsausbildung im Fach Mathematik? In: Klein, Uta/Heitzmann, Daniela (Hrsg.): Diversity konkret gemacht. Wege zur Gestaltung von Vielfalt an Hochschulen. Weinheim: Juventa, S. 13-29. *Langfeldt, Bettina; Mischau, Anina (2011): Genderkompetenz als Bestandteil der Lehramtsausbildung im Fach Mathematik - zu innovativ für deutsche Hochschulen? In: Zeitschrift für Hochschulentwicklung 6 (3), S. 311–324. Online verfügbar unter http://www.zfhe.at/index.php/zfhe/article/view/332/431, zuletzt geprüft am 22.06.2015. *Mischau, Anina (2012): Genderkompetenz in der Lehramtsausbildung Mathematik: Möglichkeiten der Integration und Vermittlung. In: Wissenschaftlerinnen-Rundbrief, Nr. 1/2012, S. 19-22. *Mischau, Anina (2011): Genderkompetenz für angehende Mathematiklehrkräfte. Konzeption einer Lehrveranstaltung für Lehramtsstudierende des Unterrichtsfachs Mathematik. In: Soziale Technik (3), S. 17–19. Online verfügbar unter http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/genderstudies/projekte/abfo/gendermathe/text1, zuletzt geprüft am 22.06.2015. *Mischau, Anina; Langfeldt, Bettina; Mehlmann, Sabine; et al. (2010): Auf dem Weg zu genderkompetenten LehrerInnen im Unterrichtsfach Mathematik. In: Journal Netzwerk Frauenforschung NRW (27), S. 29–39. Online verfügbar unter http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/genderstudies/projekte/abfo/gendermathe/text2, zuletzt geprüft am 22.06.2015. *Mischau, Anina/Langfeldt, Bettina/Mehlmann, Sabine (2009): Genderkompetenz als innovatives Element der Professionalisierung der LehrerInnenausbildung für das Fach Mathematik. In: Journal Netzwerk Frauenforschung NRW, Nr. 25, S. 50-53.
erk Frauenforschung NRW, Nr. 25, S. 50-53.  +
WeitereProjektdarstellungen http://www.uni-bielefeld.de/IFF/forschung/projekte/gesv/genderkompo.html http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/genderstudies/projekte/abfo/gendermathe  +
Weitere Methoden Evaluationsforschung  +
Kategorien Projekt
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31 März 2016 13:08:23  +
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