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Männliche Forschung – weibliche Lehre?
Finanzierungsart Eigenprojekt  +
Foerderprogramm Frauen an die Spitze  +
Foerderung BMBF  + , ESF  +
Inhalt Das Ziel des Projektes ist es, Zusammenhän
Das Ziel des Projektes ist es, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen der Einführung neuer Personalkategorien (Professuren mit Schwerpunkt Forschung- Forschungsprofessuren und Professuren mit Schwerpunkt Lehre – Lehrprofessuren) und universitären Geschlechterasymmetrien zu ermitteln. Forschungsleitende Grundannahme ist das vielfach belegte Reputationsgefälle (siehe Fragestellungen Punkt 2) zwischen Lehre und Forschung. Hierbei sollen auch die Einflüsse der reformierten Besoldung, insbesondere der flexiblen Leistungsbezüge Berücksichtigung finden. Projektinhalte: Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts 'LehrWert' steht die Statusgruppe der Professorinnen und Professoren, insbesondere die neu eingeführten so genannten Lehr- und Forschungsprofessuren bzw. Professuren mit Schwerpunktsetzungen in Lehre oder Forschung. Wichtige Voraussetzung für die Etablierung derartiger Professuren ist die Föderalismusreform von 2006, aus der u.a. die seitdem gestärkte Eigenregie der Bundesländer in personalbezogenen Angelegenheiten resultiert. Sie zeigt erste Konsequenzen bei den hochschulrechtlichen Regelungen: die Möglichkeit die Zuständigkeit für Berufung und Besoldung von den Landesministerien auf die Hochschulen zu übertragen, qua Hochschulgesetz stärker der Lehre verpflichtete Personalkategorien einzurichten bzw. Lehrdeputate zu erhöhen. Fragestellungen: Die höhere Eigenständigkeit der Bundesländer und Hochschulen in personal- und besoldungsbezogenen Angelegenheiten wirft Fragen zur Wertigkeit von universitärer Lehre im Verhältnis zur Forschung auf, denen in dem Projekt 'LehrWert' auf folgenden Linien nachgegangen wird: 1. Ausdifferenzierung von Lehr- und Forschungsprofessuren *In welchem Ausmaß werden universitäre Stellenstrukturen um Lehr- bzw. Forschungsprofessuren erweitert? *Inwieweit reproduzieren diese neuen Stellen das Reputationsgefälle zwischen Forschung und Lehre? *Inwieweit erfolgt die Besetzung dieser Stellen geschlechterasymmetrisch ('Weibliche' Lehre – 'männliche' Forschung?)? 2. Reputationsasymmetrie und systemisch verankerten Höhergewichtung von Forschungs- gegenüber Lehrleistungen im wissenschaftlichen Selbstverständnis und in der universitären Praxis *Wird den Lehrleistungen des wissenschaftlichen Personals künftig ebenso viel Reputation zugeschrieben wie den Forschungsleistungen, wodurch alternative Anerkennungs- und Karriereoptionen generiert werden? *Wird die Lehre (noch) stärker von wissenschaftlichen Mitarbeiter/inne/n mit hohen Lehrverpflichtungen zu erbringen sein, wodurch deren Chancen für die Qualifizierung für die Forschung (weiter) sinken? *Inwiefern betrifft der Wandel der personalstrukturellen Rahmenbedingungen Professoren und Professorinnen in unterschiedlicher Weise: 'Weibliche' Lehre, 'Männliche' Forschung? *Eröffnen die (neuen) lehrorientierten Personalkategorien neue Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten gerade für Frauen? 3. Anerkennung von Lehr- und Forschungsleistungen über leistungsabhängige Besoldungselemente *Inwieweit bestehen Differenzen in der Anerkennung von Forschungs- und Lehraktivitäten im Rahmen der flexiblen Besoldung? (Nivellierung oder Verstärkung von Reputationsasymmetrien?) *Welche Rolle spielt Geschlecht bei der Bewertung und Honorierung besonderer Leistungen in Forschung und Lehre? 4. Rolle und Wirkung von Gleichstellungspolitik *Welche Rolle und Bedeutung kommt außeruniversitären gleichstellungspolitischen Akteuren und Institutionen zu? *Über welche Möglichkeiten der Einflussnahme verfügt die universitäre Gleichstellungspolitik? *Wie müsste eine gleichstellungspolitisch Erfolg versprechende Steuerung (Gleichstellungs-Governance) aussehen, damit sie zu einem Abbau der universitären Geschlechter- und Reputationsasymmetrie tatsächlich beiträgt? Vorgehensweise und Methoden: Auf Grund des Neuheitsgrades der zu untersuchenden hochschulpolitischen Phänomene und der z.T. erst zeitgleich zu den realen Entwicklungen möglichen Ableitung forschungsrelevanter Fragestellungen trägt das Projekt den Charakter wissenschaftlicher Begleitforschung mit intensiver Eruierungs- und Sondierungsfokussierung in der Startphase. Es kommt ein Methodenmix der quantitativen und qualitativen empirischen Sozialforschung (Triangulation) zum Einsatz, von der Erfassung der rechtlichen Rahmenbedingungen, des aktuellen Föderalismusdiskurses, ministerieller Rahmenvorgaben über Auswertung der Stellenanzeigen in Zeitschriften bis hin zu fachkulturellen Unterschieden und individuellen Berufsplanungen und -biografien sowie einen internationalen Vergleich.
ien sowie einen internationalen Vergleich.  +
Inst Institut Institut für Hochschulforschung (HoF)  +
Inst Institutionstyp Universität  +
Inst Ort Wittenberg  +
Inst Website http://www.hof.uni-halle.de/forschung/  +
Inst ZentraleInstitution Universität Halle-Wittenberg  +
Konferenzen Abschlusstagung: HoF-Tagung am 26.04.2013
Abschlusstagung: HoF-Tagung am 26.04.2013 zur Entwicklung der Lehrprofessur: 'Differenz, Hierarchie und Geschlecht' – Neuordnungen im Verhältnis von Lehre und Forschung am Beispiel der Lehrprofessur'. http://www.hof.uni-halle.de/veranstaltungen/hof-tagung-am-26-04-2013-zur-entwicklung-der-lehrprofessur-differenz-hierarchie-und-geschlecht
fessur-differenz-hierarchie-und-geschlecht  +
Land Deutschland  +
Met Laengsschnitt 0  +
Met MethodischerAnsatz <div> Bundesebene</div><div
<div> Bundesebene</div><div>        Vergleichende Auswertungen der rechtlichen Grundlagen (LGG, LHG, LVV, Besoldungsregelungen: LBesG, Richtlinien der Universitäten)</div><div>        Statistische Analysen von Strukturdaten des wissenschaftlichen Personals an Universitäten</div><div>    Universitätsebene</div><div>        Online-Befragung der universitären zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten</div><div>        Schriftliche standardisierte Befragung von ausgewählten Universitätsleitungen</div><div>        Persönliche problemzentrierte Interviews mit ausgewählten Universitätsleitungen</div><div>    Individuelle Ebene – Lehr- und Forschungsprofessoren und -professorinnen</div><div>        Berufsbiographische Interviews mit Professorinnen und Professoren, die auf Professuren mit dem Schwerpunkt Lehre oder Forschung berufen wurden</div>
oder Forschung berufen wurden</div>  +
ProjektEnde Mai 2013  +
ProjektKuerzel LehrWert  +
ProjektStart Juni 2010  +
ProjektWebsite http://www.hof.uni-halle.de/projekte/maennliche-forschung-weibliche-lehre/  +
Projektbearbeitung Karin Hildebrandt  + , Petra Dimitrova  + , Romy Hilbrich  + , Christoph Schubert  + , Robert Schuster  +
Projektberichte Dokumentationen Dokumentation der aktuelle
Dokumentationen Dokumentation der aktuellen landesgesetzlichen Grundlagen zu den Kategorien des wissenschaftlichen Personals (Landeshochschulgesetze) und der Lehrverpflichtungsverordnungen in den einzelnen Bundesländern: http://www.hof.uni-halle.de/dokumentation/lehrverpflichtungen.htm Hildebrandt, Karin: Dokumentation der aktuellen landesrechtlichen Grundlagen zu den Kategorien der leistungsorientierten Besoldung der Professuren und der aktuellen Besoldungsgesetzgebung in den einzelnen Bundesländern: http://www.hof.uni-halle.de/dokumentation/besoldung.htm Hildebrandt, Karin: Dokumentation der aktuellen landesrechtlichen Grundlagen zu den Kategorien der gleichstellungspolitischen Rahmenbedingungen (Landesgleichstellungsgesetze) und der aktuellen Gesetzgebung für Hochschulen (Landeshochschulgesetzen) in den einzelnen Bundesländern: http://www.hof.uni-halle.de/dokumentation/gleichstellung.htm
-halle.de/dokumentation/gleichstellung.htm  +
Projektleitung Dr. Anke Burkhardt  +
Projektnummer 221  +
Projektstatus abgeschlossen  +
Projekttitel Männliche Forschung – weibliche Lehre?  +
Qualitative Methoden Qualitatives Interview  +
Quantitative Methoden Quantitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)  + , Quantitative Online-Befragung  +
Schlagwoerter Forschungsprofessur  + , Lehre  + , Besoldung  +
Sektoren Hochschule  +
Stp Stichprobe Gleichstellungsbeauftragte  + , Hochschulleitung  + , ProfessorInnen  +
Thema Qualifizierung Weg zur Professur  +
Thema WissEinrichtungen Gleichstellungsarbeit/Gleichstellungspolitik  +
Thema Wissenschaftssystem Hochschul- und Wissenschaftspolitik  +
Untertitel Konsequenzen der Föderalismusreform für Personalstruktur und Besoldung am Arbeitsplatz Universität  +
Veroeffentlichungen Veröffentlichungen *Hilbrich, Romy; Hilde
Veröffentlichungen *Hilbrich, Romy; Hildebrandt, Karin; Schuster, Robert (Hg.) (2014): Aufwertung von Lehre oder Abwertung der Professur? Die Lehrprofessur im Spannungsfeld von Lehre, Forschung und Geschlecht. Leipzig: Akademische Verlagsanstalt. *Pasternack, Peer (Hg.) (2010): Relativ prosperierend. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die mitteldeutsche Region und ihre Hochschulen. Leipzig: Akademische Verlagsanstalt (Hochschulforschung Halle-Wittenberg). Online verfügbar unter http://www.hof.uni-halle.de/web/dateien/Relativ-prosperierend.pdf, zuletzt geprüft am 07.02.2019. *Bloch, Roland; Burkhardt, Anke (2010): Arbeitsplatz Hochschule und Forschung für wissenschaftliches Personal und Nachwuchskräfte. Unter Mitarbeit von Anja Franz, Dirk Lewin und Andrea Scheuring. Hans-Böckler-Stiftung. Düsseldorf (Arbeitspapier, 207). Online verfügbar unter http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_207.pdf, zuletzt geprüft am 07.02.2019. Artikel und weitere Publikationen (Auswahl) *Roland Bloch / Anke Burkhardt / Anja Franz / Henning Schulze / Robert Schuster (2010): Entwicklung und Reform der Struktur des wissenschaftlichen Hochschulpersonals, in: Peer Pasternack (Hrsg.), Relativ prosperierend. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die mitteldeutsche Region und ihre Hochschulen, Akademische Verlagsanstalt, Leipzig, S. 155-214 *Anke Burkhardt (2010): Den Traditionen verpflichtet, in: DUZ Magazin 07/2010, S. 20f. *Romy Hilbrich (2011): 'Männliche Forschung – weibliche Lehre?' – ein neues Projekt am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in: Wissenschaftlerinnen-Rundbrief (FU) Nr. 2/2011, S. 25-26. *Romy Hilbrich (2011): Lehre, Forschung und Geschlecht im Spannungsfeld von Differenz und Hierarchie In: BdWi-Studienheft 8/2011, S. 39-41. *Karin Hildebrandt: Neues Projekt zur Geschlechterforschung am HoF: 'Männliche' Forschung – 'weibliche' Lehre? In: ZtG – Bulletin Info, Heft 43, S. 10-12. *Karin Zimmermann / Hildegard Matthies (2010): Gleichstellungspolitik, in: Stefan Hornbostel / Andreas Knie / Dagmar Simon (Hrsg.): Handbuch Wissenschaftspolitik, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. *Karin Zimmermann / Hildegard Matthies (2010): Arbeitsfeld Wissenschaft und Geschlechtersegregation, in: WSI-Mitteilungen 5/2010, S. 264-269 *Zimmermann (2000): Spiele mit der Macht in der Wissenschaft. Passfähigkeit und Geschlecht als Kriterien für Berufungen, Edition Sigma, Berlin.
ien für Berufungen, Edition Sigma, Berlin.  +
Kategorien Projekt
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7 Februar 2019 15:43:13  +
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