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Technische Fachkulturen und Geschlecht
Faechergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)  +
Finanzierungsart Eigenprojekt  +
Foerderung Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung - SNF -  +
Infoquellen SOFISwiki: Schweizer Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften, Erhebung 2007  +
Inhalt Im Zentrum des Forschungsprojektes steht d
Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Frage nach dem Zusammenhang von Geschlecht und Fachkultur in ausgewählten Ingenieurfächern am Beispiel einer Techn. Hochschule in der Schweiz. Das Gleichziehen der Frauen im Bereich der tertiären Bildung seit den 1970er Jahren geht mit der Persistenz einer Segregation von Studien- und Berufsbereichen nach Geschlecht einher. Nach wie vor ausgesprochen männlich dominiert sind insb. das Feld der techn. Wissenschaften sowie die Physik. Die Frage nach den Ursachen der anhaltenden Untervetretung von Frauen in diesen Fächern stellt sich für die Bildungs- und Gleichstellungspolitik immer dringender. Das Projekt knüpft an die Ergebnisse einer Studie zu Orientierungen und Erfahrungen von StudienanfängerInnen in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern an, welches die Leiterin an der ETH Lausanne durchgeführt hat, und nimmt gleichzeitig einen Perspektivenwechsel vor: Ausgehend von der Hypothese, dass wesentliche Faktoren der Reproduktion einer nach Geschlecht segregierten Studien- und Berufswahl in den Institutionen selber liegen, werden die techn. Fächer und ihre Fachkulturen selber ins Zentrum der Untersuchung gerückt. Mit dem Konzept der Fachkultur werden Wissens- und Kommunikationskulturen bezeichnet, deren wesentl. Merkmale implizit bleiben, die für die Sozialisation in ein Fach jedoch hoch relevant sind. Vor dem Hintergrund der De-Institutionalisierung der Geschlechterdifferenz stellt sich die Frage, ob die in den traditionellen techn. Fächern institutionalisierten Deutungsmuster, habitualisierten Verhaltensweisen und informellen Arbeits- und Kommunikationsformen indirekt zur Reproduktion geschlechtsspezifischer Ausgrenzungen beitragen. Damit wird ein wissenssoziologischer Zugang gewählt, wobei die Perspektive der Wissenschafts- und Technikforschung mit Fragestellungen der Geschlechterforschung verbunden werden. Im Zentrum stehen folgende Fragen: 1. Inwiefern hängen die in den technischen Fächern historisch herausgebildeten Deutungsmuster mit den spezifischen Charakteristiken einer historisch konstruierten hegemonialen Männlichkeit zusammen; 2. inwieweit wirken vor dem Hintergrund einer De-Institutionalisierung der Geschlechterdifferenz tradierte Deutungen des eigenen Faches bis heute in institutionalisierter, habitualisierter und informeller Form weiter; 3. und inwieweit geraten tradierte Deutungen in der heutigen Umbruchsituation in den technischen Fächern unter Legitimationsdruck, werden in Frage gestellt oder konfigurieren sich neu. Anhand der technikhistor. Forschungsliteratur sollen zunächst die zum Zeitpunkt der Institutionalisierung der techn. Hochschulen relevanten sozialen, institutionellen und epistemischen Dimensionen herausgearbeitet werden. Im Rahmen von empirischen Fallstudien in zwei ausgewählten Ingenieurfächern sollen dann jene Elemente der Fachkulturen rekonstruiert werden, die für das Selbstverständnis eines Faches und die Praxis ihrer VertreterInnen heute bestimmend sind. Auf der Basis von narrativen Interviews werden die für die berufliche Identität von FachvertreterInnen unterschiedl. Generationen relevanten Deutungsmuster erhoben und rekonstruiert. Parallel dazu werden die fachspezifischen Interaktions- und Kommunikationsmuster mit teiln. Beobachtung in versch. Situationen des Hochschulalltags untersucht. Auf der Grundlage der Fallstudien lassen sich zum einen allfällige Tendenzen zu Wandel und Persistenz von Deutungsfiguren in den betreffenden Fächern herausarbeiten. Der Vergleich der Fächer erlaubt es zum anderen, Charakteristiken von Fachkulturen zu eruieren, die zu deren Schliessung oder Öffnung beitragen, und damit auch Ansatzpunkte für die Transformation techn. Fachkulturen zu bestimmen. Das Projekt liefert einen Beitrag zur Grundlagenforschung im Bereich der Gender Studies und soll ein vertieftes Verständnis der sozialen und kulturellen Mechanismen erlauben, die zur Persistenz von geschlechtsaggregierten Handlungsfeldern beitragen, bzw. zu deren Auflösung.
eldern beitragen, bzw. zu deren Auflösung.  +
Inst Institut Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung  +
Inst Institutionstyp Universität  +
Inst Ort Bern  +
Inst Website http://www.izfg.unibe.ch/content/index_ger.html  +
Inst ZentraleInstitution Universität Bern  +
Land Schweiz  +
LinkSOFISwiki http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Technische_Fachkulturen_und_Geschlecht:_eine_vergleichende_Untersuchung_der_Deutungsmuster_in_zwei_Ingenieurfächern  +
Met Laengsschnitt 0  +
ProjektEnde September 2008  +
ProjektStart Juni 2005  +
Projektleitung Dr. Anne-Françoise Gilbert  +
Projektnummer 65  +
Projektstatus abgeschlossen  +
Projekttitel Technische Fachkulturen und Geschlecht  +
ProjekttitelEngl Technical specialized cultures and gender: a comparative investigation into the interpretation patterns in two engineering subjects  +
Qualitative Methoden Qualitatives Interview  + , Qualitative Beobachtung  + , Fallstudie  +
Schlagwoerter Fachkultur  + , Kommunikation  + , Wissenschaftsdisziplin  + , Technische Hochschule  + , Studienwahl  + , Ursache  + , Habitus  + , Ingenieurwissenschaften  + , Historische Entwicklung  + , Geschlechtsspezifische Faktoren  + , Kulturelle Faktoren  +
Thema Doing Gender Männlichkeit  + , Geschlechterkonstruktion  +
Thema Qualifizierung Studienwahl  +
Thema Wissenschaftssystem Wissenschaftskultur  +
Untertitel Eine vergleichende Untersuchung der Deutungsmuster in zwei Ingenieurfächern  +
WeitereProjektdarstellungen https://forsbase.unil.ch/project/study-public-detail/10620/ http://p3.snf.ch/Project-108369  +
Kategorien Projekt
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31 März 2016 13:23:09  +
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