Statuspassage Promotion

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Betreuung und Förderung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie

Statuspassage Promotion

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2011/01 bis 2012/12
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung BMBF; ESF
Förderprogramm Frauen an die Spitze

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Status passage Ph.D.: Supervision and promotion exemplified by the subjects political science and chemistry
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Im Zuge des Bologna-Prozesses und auf Empfehlung des Wissenschaftsrates wird in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre verstärkt über die Reform der Doktorandenausbildung diskutiert. Im Fokus stehen dabei die Verbesserung der Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung, aber auch der Betreuung und Förderung durch Hochschullehrende. Hohe Bedeutung wird dabei der Notwendigkeit zugeschrieben, strukturierte Promotionsprogramme einzuführen bzw. auszuweiten.Im Zuge der Einführung der Promotion als dritte Studienphase sollen diese im Anschluss an das gestufte Studiensystem von BA- und MA-Studiengängen das nach wie vor weit verbreitete "Meister-Lehrlings-Modell" - die Individualpromotion - ablösen. Systematisch Fächer und Geschlechter vergleichende Untersuchungen zum Promotionsgeschehen und dessen Auswirkungen auf das Karrierehandeln von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sind trotz der breiten hochschul- und wissenschaftspolitischen Diskussion zu diesen Fragen bisher rar.Welcher Zusammenhang zwischen individuellen Betreuungs- und Förderungserfahrungen durch Hochschullehrende und dem Karrierehandeln aus Sicht des wissenschaftlichen Nachwuchses im Übergang zur Post-doc-Phase besteht und wie Hochschullehrende ihr eigenes professionelles Handeln in der Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und in Bezug auf die Herstellung von Chancengleichheit der Geschlechter deuten, wird im Forschungsprojekt untersucht.
Abstract (en) In the framework of the Bologna Process and upon the recommendation of the German Council of Science and Humanities (Wissenschaftsrat) there are intensive discussions on the doctorate education going on in Germany since the end of 1990s. In the focus stands the improvement of the quality of the academic education as well as of the supervision and promotion provided by the professors. High importance in this process is ascribed to the introduction and broadening of structured doctoral programmes.In the course of the launch of doctoral studies as a third study phase after the BA- and MA-studies, these structured doctoral programmes should replace the still widespread "Master-pupil model", the individual doctoral education. Despite the broad university and educational policy discussions there is a deficit of systematic research from a comparative disciplinary and gender perspective on the doctoral process and its impact on building a career in the next generation of female and male academics.Does a connection between individual supervision and promotion experiences and building a career in the next generation of academics in the transition to the post-doc-phase exist? How do professors interpret their own professional behaviour in the supervision and promotion of the next generation of academics and in relation to the establishment of equal opportunities for women and men?
Schlagwörter Chemie; Politikwissenschaft; Förderung; Nachwuchsförderung; Hochschullehre; Wissenschaftsdisziplin; Geschlechtsspezifische Faktoren; Vergleich; Politikwissenschaft; Statuswechsel
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Promotion; Nachwuchs(förderung)
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen Genderaspekte in Forschung und Lehre
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren
Fächergruppen Sozial- u. Gesellschaftswissenschaften; MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Hildesheim (Hildesheim)
Institutionstyp Universität
Institut Fachbereich I - Erziehungs- und Sozialwissenschaften - Institut für Sozialwissenschaften
Institutswebsite https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozialwissenschaften/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Heike Kahlert
Projektbearbeitung Franziska Baudis; Nadine Frei; Karsten Kassner; Sabrina Rutter

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden Sekundäranalyse
Stichprobe Hochschullehrende; NaturwissenschaftlerInnen

Methodischer Ansatz: Neben der Erstellung einer Literaturstudie zum Projektthema werden Fächer und Geschlechter vergleichend 16 ExpertInneninterviews mit Hochschullehrenden der Fächer Politikwissenschaft und der Chemie durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet.Darüber hinaus werden bereits vorliegende Problemzentrierte Interviews mit 60 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die sich in der Statuspassage im Übergang von der Promotion in die Post-doc-Phase befinden, inhaltsanalytisch ausgewertet. Zeitraum: seit Ende der 1990er Jahre Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 16; 60 Stichprobe, sonstiges: 60 Interviews ist Sekundäranalyse

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Kahlert, Heike: Epistemisches und soziales Gatekeeping in der Promotionsphase: (Re-)Produktion von Fach- und Geschlechterkulturen im Vergleich. in: Hey, Barbara; Kink, Susanne; Paulitz, Tanja; Prietl, Bianca (Hrsg.): Akademische Wissenskulturen und soziale Praxis - Geschlechterforschung zu natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Fächern im Vergleich. Münster: Westfälisches Dampfboot 2015 (im Erscheinen).


Kahlert, Heike: Gender (In)Equality in Academic Career Promotion of Doctoral Students. A Case Study from Germany. in: Thege, Britta; Popescu-Willigmann, Silvester; Pioch, Roswitha; Badri-Höher, Sabah (Hrsg.): Paths to Career and Success for Women in Science. Findings from International Research. Wiesbaden: Springer VS Verlag für Sozialwiss. 2014, S. 37-62.

Kahlert, Heike: Gatekeeping für Chancengleichheit in Hochschule und Forschung: Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen. Hildesheim: Stiftung Universität Hildesheim 2013.

Kahlert, Heike: Geschlechterkonstruktionen von Hochschullehrenden: Gatekeeping für Chancengleichheit in der Wissenschaft? in: Pascher, Ute; Stein, Peta (Hrsg.): Akademische Karrieren von Naturwissenschaftlerinnen gestern und heute. Wiesbaden: Springer VS Verlag für Sozialwiss. 2013, S. 193-220.

Kahlert, Heike: Karriereziel Professorin? Wie Gatekeeper die Chancenungleichheit in Wissenschaftskarrieren erklären. in: humboldt chancengleich, 2012, 4 (Dezember), S. 6-8.

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Kahlert, Heike (2013): Gatekeeping für Chancengleichheit in Hochschule und Forschung: Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen. Stiftung Universität Hildesheim. Hildesheim. Online verfügbar unter http://www.heike-kahlert.de/images/downloads/Broschuere_Gatekeeping_2013.pdf, zuletzt geprüft am 04.02.2019.
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki
Weitere Projektdarstellungen http://www.dlr.de/pt/en/Portaldata/45/Resources/a_dokumente/bildungsforschung/esf-vorhaben/FP_10127_10128_Okay_FaS.pdf


42, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2015/