Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern - Folgeprojekt -

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Analyse von Best-Practice-Beispielen

Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern - Folgeprojekt -

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2008/11 bis 2009/03
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung Auftragsforschung
Förderung/Finanzierung Land Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration
Förderprogramm

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Study, occupational entry and employment situation of women in the natural science and engineering fields in EU countries: Follow-up project - analysis of best practice examples
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Das Projekt ist im Anschluss an das im Jahr 2008 abgeschlossene Projekt "Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern" durchgeführt worden.

In diesem Folgeprojekt ging es um eine "Analyse von Best-Practice-Beispielen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und ausgewählten EU-Ländern".

  • Wie schaffen es einzelne Hochschulen oder europäische Länder, verstärkt Frauen für ein Studium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften anzusprechen und erfolgreich zu rekrutieren?
  • Welche Erfolgsmodelle haben die identifizierten Universitäten und Fachhochschulen? Welche Praxis-Beispiele können auf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen übertragen werden?
  • Und, mit welchen Maßnahmen und Genderkompetenzen schaffen es Hochschulen in der Europäischen Union, einen wesentlich höheren Anteil an Studentinnen in diesen Studienbereichen zu erreichen als deutsche Universitäten und Fachhochschulen?

Ziel war es, vorbildhafte Maßnahmen und Konzepte zur Steigerung der Studentinnenquote in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zu identifizieren. Dazu wurden an deutschen und europäischen Hochschulen Fachgespräche mit Hochschulvertreterinnen und -vertretern geführt, bewährte Maßnahmen genauer hinterfragt, Praxismodelle bewertet und auf ihre Übertragbarkeit überprüft. Folgende ausgewählte Maßnahmen aus der Praxis für die Praxis sprechen Frauen an und werden als besonders zielgerichtet, effektiv und nachhaltig bewertet (ein Auszug):

1. Ein breit angelegtes Studium generale in "Mathematik und Naturwissenschaften": Die Fächer Chemie, Mathematik und Physik werden in den ersten Semestern parallel studiert und erprobt. Erst dann erfolgt die Spezialisierung in einem Studienfach mit Bachelor-Abschluss (TU-Berlin).

2. Ein zweijähriges Basisstudium im Bereich "Bauingenieurwesen": Dieses Basisstudium ist fächerübergreifend ausgerichtet (Technische Universität Bratislava).

3. Das Dortmunder Modell Bauwesen: Hier wird ein projektorientiertes und interdisziplinäres Studium im Bereich Bauingenieurwesen und Architektur in den ersten Semestern ermöglicht (TU Dortmund).

4. Die Erweiterung ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge mit Fächern wie Ethik, Soziologie, Betriebswirtschaft etc.: Die Studieninhalte müssen mit Blick auf ihre gesellschaftliche Relevanz überprüft und in diesem Sinne interdisziplinär ausgerichtet werden (TU Berlin).

5. Das Pedagogical Aalborg Model an der Aalborg Universität in Dänemark: Es wird ein Studium in festen "mixed teams" und in kontinuierlichem Austausch zwischen den Studentinnen und Studenten ermöglicht. Projektlabors oder Workshops mit "Teaching assistants" sind ebenso innovative Ansätze, um Lehre ansprechend zu gestalten (Bergische Universität Wuppertal). Insgesamt muss die Qualität der Lehre in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studienbereichen einer Reform unterzogen und gegendert werden.

6. Qualifiziertes Mentoring in der Studieneingangs- und Studienabschlussphase: Das Mentoring erfolgt nach verbindlichen Standards. Dazu gehören u.a. professionelle Schulungen der MentorInnen zum Umgang und Austausch mit den Mentees, zu aktuellen Diskussionen in der Genderforschung oder zur didaktischen Aufbereitung von Wissensinhalten (TU Berlin).

7. Bilinguale Studienfachangebote und starke Kooperationen mit Unternehmen im Ausland: Internationale Kooperationen der Hochschulen mit der Wirtschaft ermöglichen Studienprojekte oder Bachelor-Arbeiten im Ausland und erleichtern den Berufseinstieg und die Karrieremöglichkeiten für Frauen (FH Niederrhein).

Abstract (en)
Schlagwörter Berufseinstieg; Beschäftigungssituation; Geschlechtsspezifische Faktoren; Ingenieurwissenschaften; Internationaler Vergleich; StudentIn; Studiensituation; Best Practice
Land Europäische Union; Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung Studium
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen Gleichstellungsarbeit/Gleichstellungspolitik
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule; Arbeitsmarkt allg.
Fächergruppen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Küpper Sozialforschung und Consulting GmbH (Köln)
Institutionstyp Kommerzielle Forschungseinrichtung
Institut
Institutswebsite http://kueso.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung Hiltrud Rottkord
Projektbearbeitung Stefanie Bothur

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden
Stichprobe ExpertInnen
Methodischer Ansatz:
In den entsprechenden Fakultäten und Fachbereichen der ausgewählten Hochschulen wurden insgesamt 14 leitfadengestützte Interviews mit Professorinnen, Dekan/innen, Gleichstellungsbeauftragten und einer Rektorin geführt. In den Ländern Italien, Portugal, Slowakei und Dänemark wurden zunächst Hochschulen mit "guten" Studentinnenquoten in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern recherchiert. Dann wurden vorbildhafte Hochschulen angeschrieben und mit den Ansprechpartner/-innen Kontakt aufgenommen. Die Auswahl der Hochschulen erfolgte nicht nach repräsentativen Kriterien. Die Ergebnisse der Recherchen und der leitfadengestützten Interviews wurden ausgewertet. Daraus sind handlungspolitische Empfehlungen abgeleitet worden.

Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 14 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Küpper Sozialforschung & Consulting GmbH (2009): Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern. Folgeprojekt: Analyse von Best-Practice-Beispielen. Projektdokumentation. Köln.
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

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306, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2009