Von der 'Legitimationsfrau' zur anerkannten Expertin?

Aus GESIS CEWSwiki

Zur Konstruktion von Steuerungseliten im Reorganisationsprozeß der Hochschulen

Von der 'Legitimationsfrau' zur anerkannten Expertin?

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2000 bis 2002
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung DFG
Förderprogramm Schwerpunktprogramm: Professionalisierung, Organisation, Geschlecht. Zur Reproduktion und Veränderung von Geschlechterverhältnissen in Prozessen sozialen Wandels

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en)
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt Die Forschungs- und Hochschullandschaft der Bundesrepublik befindet sich in einem Prozess der Reorganisation mit der Zielsetzung ihre Institutionen und Organisationen zu effizienten Dienstleistungskomplexen umzugestalten, damit sie flexibel auf die sich rasch wandelnden ökonomischen Anforderungen reagieren können. Die Entwicklungsrichtungen der Reorganisation der Hochschule hängen massgeblich davon ab, was in der Hochschule zukünftig als ‚Leistung’ gelten solle und welche Organisationen und Personen diese (mit)definieren.

Unter Hinzuziehung von Expertisen und Gutachten zentrieren sich die entsprechenden Entscheidungskompetenzen im Management der Hochschulleitungen und in der Wissenschaftspolitik. In beiden Bereichen deutet sich eine ‚Expertokratisierung’ an, die die Messung, Bewertung und Beurteilung einer (wissenschaftlichen) Leistung zunehmend an Expertisen aus dem Verwaltungs- und Unternehmensmanagement und an betriebswirtschaftliches Wissen knüpft.

Die aktuelle Ökonomisierung der Hochschule geht einher mit einem sozialen Wandel, der über die Symbolsysteme vermittelt das ‚Sprechen über die Hochschule’ in den Begriffen der neuen Hochschulsteuerung wie Evaluation, Controlling, Organisationsentwicklung und Profilbildung etc. verändert. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Status des immer noch männlich intendierten Gutachters und Experten zunehmend auch von Wissenschaftlerinnen eingenommen wird bzw. dies durchaus als erwünscht gilt, fokussieren die Forschungsfragestellungen mögliche Transformationen geschlechterdifferenzierender Normierungen und Normalitätsvorstellungen und wie diese die Definition geschlechterdifferenter Zugehörigkeiten zu einer wissenschaftlichen bzw. wissenschaftspolitischen Steuerungselite beeinflussen oder bedingen. Dies soll zugespitzt auf die institutionellen, kulturellen und sozialen Mechanismen der Expertinnenrekrutierung für die Hochschulentwicklungsplanung am Schnittpunkt zwischen Hochschule und staatlicher Steuerung untersucht werden.

Abstract (en)
Schlagwörter Controlling; Organisationsentwicklung; ExpertIn
Land Deutschland
Bundesland Hessen

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere
Wiss. Einrichtungen Organisationsentwicklung
Wissenschaftssystem Hochschul- und Wissenschaftspolitik; Wissenschaftskultur
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren Hochschule
Fächergruppen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Darmstadt (Darmstadt)
Institutionstyp Universität
Institut Geschlechterverhältnisse, Bildung und Lebensführung
Institutswebsite https://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=2976

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel
Projektbearbeitung Dr. Karin Zimmermann

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden
weitere Methoden
Stichprobe

Methodischer Ansatz: Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Metz-Göckel, Sigrid, Christa Schmalzhaf-Larsen, Eszter Belinszki (Hg) 2000: Hochschulreform und Geschlecht. Neue Bündnisse und Dialoge. Opladen: Leske+ Budrich


Metz-Göckel, Sigrid 2002: ‚Ein bisschen Größenwahn steht jeder Frau’. Zur Normalisierung einer Elitebildung von Frauen. In: Marita Kampshoff, Beatrix Lumer (Hg.): Chancengleichheit im Bildungswesen, Opladen, S. 109-129

Metz-Göckel, Sigrid 2004: Exzellenz und Elite im amerikanischen Hochschulsystem. Portrait eines Women’s College. Wiesbaden: VS-Verlag

Roloff, Christine 1998: Reformpotenzial an Hochschulen. Frauen als Akteurinnen in Hochschulreformprozessen. Berlin: Edition Sigma

Roloff, Christine, Karin Zimmermann 2000: Mittelverteilung, Informationsmanagement und Networking. Aktionsfelder der Gleichstellungsbeauftragten im Reformprozess der Hochschulen. In: Löther, Andrea, Lydia Plöger (Hg.): Mittelvergabe und Gleichstellungspolitik an Hochschulen, S. 43-57

Roloff, Christine, Petra Selent (Hg.) 2003: Hochschulreform und Gender Mainstreaming. Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittaufgabe. Bielefeld: Kleine Verlag

Zimmermann, Karin 2002: Geschlechterkonstellationen im Feld wissenschaftlicher Eliten. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Themenschwerpunkt Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung durch Gender Mainstreaming?, Jg. 20, H. 3, S. 30-48

Zimmermann, Karin 2003: Praxis der Gleichstellung - widersprüchliche Modernisierung. Das Beispiel der Hochschulen, in: Hildegard Matthies, Ellen Kuhlmann, Maria Oppen, Dagmar Simon (Hg.): Gleichstellung in der Forschung - Organisationspraktiken und politische Strategien. Berlin: Edition Sigma, S. 155-171

Zimmermann, Karin, Sigrid Metz-Göckel, Kai Huter 2004: Grenzgänge zwischen Wissenschaft und Politik. Geschlechterkonstellationen in wissenschaftlichen Eliten. Wiesbaden: VS-Verlag

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere
Konferenzen

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki
Weitere Projektdarstellungen http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5259174


358,