Wissenschaftskarrieren - Orientierung, Planung und Beratung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie

Aus GESIS CEWSwiki


Wissenschaftskarrieren - Orientierung, Planung und Beratung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2008/03 bis 2011/05
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp
Art der Finanzierung gefördert
Förderung/Finanzierung BMBF; ESF
Förderprogramm Frauen an die Spitze

Projektbeschreibung

Projektkürzel
Projekttitel (en) Scientific careers in political science and chemistry: orientation, planning and consulting in transition to the post-doc-phase
Link zur Projektwebsite
PDF Projektbeschreibung
Inhalt In der heutigen "Wissensgesellschaft" ist gerade das Feld der Wissenschaft einer der zentralen Bereiche, in denen eine Chancengleichheit von Frauen anzustreben ist. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass Frauen trotz einer in den letzten Jahrzehnten allgemein deutlich gestiegenen Bildungsbeteiligung, die sich ausdrückt in einer wachsenden Zahl von Abiturientinnen, besseren Schulabschlüssen von jungen Frauen im Vergleich zu jungen Männern, steigenden Frauenanteilen an den Studienanfängerinnen und -absolventinnen, in den oberen Ebenen des Wissenschaftsbetriebes weiterhin und beharrlich unterrepräsentiert sind.

Eine Vielzahl von einmal begonnenen wissenschaftlichen Karrieren von Frauen wird nach Abschluss der Promotion nicht fortgesetzt. Dieser "Frauenschwund" drückt sich in einem deutlich sichtbaren niedrigeren Frauen- als Männeranteil an den abgeschlossenen Habilitationen und an den Professuren - mit fächerspezifischen Unterschieden - aus.

Während laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2007 der Anteil der Frauen bei den Promotionen noch bei 42,7% lag, lag der Frauenanteil bei den Habilitationen nur noch bei 24,3% und bei den Professuren bei 16,2%. Warum weniger Frauen als Männer nach der Promotion eine Habilitation oder eine äquivalente wissenschaftliche Qualifikation anstreben oder gar abschließen und worin die Gründe hierfür auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene liegen, danach fragen wir in dem Forschungsprojekt. Es wurde vom Vorstand und Beirat der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) initiiert und wird vom Vorstand der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) unterstützt.

Abstract (en) In today's "knowledge society" precisely the field of science is one of the key areas where equal opportunities for women should be aimed. Women's participation in education has significantly increased during the last decades, which expresses itself in a growing number of female high-school graduates, better school leaving qualifications of young women compared to young men and increasing numbers of female elementary students and graduates. Despite those facts women are still underrepresented in the upper levels of science. Many scientific careers once initiated by women are not continued after the completion of the doctorate. This situation expresses itself - with subject-specific differences - in a visible lower percentage of women, who complete the postdoctoral lecture qualification or gain a professorship. While, according to the Federal Statistical Office in 2007, the percentage of women in promotion is 42,7%, the rate of women among the postdoctoral lecture qualification was only at 24,3% and for professorships at 16,2%. The main matter of our research project is to examine the reasons, which are located on an individual, institutional and structural level, for the small number of women compared to men, who aspire or finish a postdoctoral lecture qualification or some equivalent academic qualification after their promotion. It was initiated by the Executive Board and Advisory Board of the German Association for Political Science (DVPW) and is supported by the Executive Board of the German Chemical Society (GDCh).
Schlagwörter Politikwissenschaft; Chemie; Wissenschaftlicher Nachwuchs; Karriereorientierung; Chancengleichheit; Chemie; Geschlechtsspezifische Faktoren
Land Deutschland
Bundesland

Themen

Lebenssituation
Qualifizierung
Karriere Karriereverlauf
Wiss. Einrichtungen Gleichstellungsarbeit/Gleichstellungspolitik
Wissenschaftssystem
Doing Gender

Forschungsgegenstand

Sektoren außerhochschulische Forschungseinrichtung; Hochschule
Fächergruppen Sozial- u. Gesellschaftswissenschaften; MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität Rostock (Rostock)
Institutionstyp Universität
Institut Institut für Soziologie und Demographie, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie
Institutswebsite https://www.isd.uni-rostock.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Heike Kahlert
Projektbearbeitung keine Angabe

Methoden & Stichprobe

quantitative Methoden
qualitative Methoden Qualitatives Interview
weitere Methoden Sekundäranalyse
Stichprobe NachwuchswissenschaftlerInnen; ExpertInnen

Methodischer Ansatz: Befragung, empirisch, empirisch-qualitativ Im Projekt werden Literaturstudien und Sekundärauswertungen statistischer Daten erstellt. Des Weiteren werden Fächer und Geschlechter vergleichend 60 Problemzentrierte Interviews mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern der Politikwissenschaft und der Chemie durchgeführt und ausgewertet. Ausgewählt werden dabei Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich in der Statuspassage im Übergang von der Promotion in die Post-doc-Phase befinden, also Promovierende in der Endphase ihrer Promotion oder Promovierte kurz nach dem Abschluss ihrer Promotion. Neben den genannten Kriterien für die Auswahl des Samples wird eine Maximierung der Perspektiven, orientiert am Verfahren des theoretical sampling, angestrebt. Ergänzend werden 10 Experteninterviews mit professionellen Karriereberatern und -beraterinnen durchgeführt sowie eine bundesweite Bestandserhebung von Karriereberatungsangeboten für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein Workshop zur Präsentation und Diskussion der Ergebnisse schließt die empirische Phase ab. Längsschnittstudie: F

Stichprobenumfang: 60; 10 Stichprobe, sonstiges:

Ergebnisse / Output

Veröffentlichungen Ausgewählte Publikationen:
  • Kahlert, Heike: Wissenschaft als Beruf? Karriereorientierungen und -pläne des wissenschaftlichen Nachwuchses. Opladen, Berlin, Toronto: Verl. B. Budrich 2015 (in Vorber.).
  • Kahlert, Heike: Riskante Karrieren. Wissenschaftlicher Nachwuchs im Spiegel der Forschung. Opladen, Berlin, Toronto: Verl. B. Budrich 2013, 350 S.
  • Kahlert, Heike: Was kommt nach der Promotion? Karriereorientierungen und -pläne des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fächer- und Geschlechtervergleich. in: Beaufaÿs, Sandra; Engels, Anita; Kahlert, Heike (Hrsg.): Einfach Spitze? Neue Geschlechterperspektiven auf Karrieren in der Wissenschaft. Frankfurt, New York: Campus 2012, S. 57-86.
  • Kahlert, Heike: "... zur Not kann ich immer noch Straßenmusiker werden." Karriereziele von Promovierenden und Promovierten der Chemie im Geschlechtervergleich. in: Nachrichten aus der Chemie 60, 2012, 6, S. 698-700.
  • Kahlert, Heike: Wissenschaft als Beruf? Karriereziele von Promovierenden und Promovierten am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie. in: femina politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft 21, 2012, 1, S. 154-157.
  • Kahlert, Heike: "Promotion - was nun?" Karriereorientierungen, -pläne und -beratung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen. Rostock: Univ. 2011.
  • Kahlert, Heike; Gonschior, Marieke; Nieter, Katharina; Sarter, Eva Katharina: Wie wichtig ist Betreuung für die Orientierung auf eine wissenschaftliche Laufbahn? Eine Analyse der Betreuungssituation von Promovierenden in der Chemie und Politikwissenschaft. in: Boeck, Gisela; Lammel, Norbert (Hrsg.): Kulturen des Wissens: Frauen und Wissenschaft. Rostock: Univ. 2011, S. 109-142.
  • Kahlert, Heike: "Cooling Out" und der riskante Weg an die Spitze - Zum Einfluss von Ungleichheitsregimes in Organisationen auf Karriereorientierungen im wissenschaftlichen Nachwuchs. in: Wergen, Jutta (Hrsg.): Forschung und Förderung: Promovierende im Blick der Hochschulen. Münster, Hamburg, Berlin, Wien, London: Lit 2011, S. 105-123.
  • Kahlert, Heike: Triadische Karriereberatung in der Wissenschaft – ein neues Konzept der Politik der Chancengleichheit. in: Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 2, 2010, 2, S. 69-86.
  • Kahlert, Heike; Kleemann, Mark; Kruppa, Doreen: Promotion - und was dann? Wissenschaftskarrieren in der Politikwissenschaft und Chemie im Geschlechtervergleich. in: femina politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft, 17, 2008, 2, pp. 137-140.
Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere Kahlert, Heike (2013): Promoviert - was nun? Karriereorientierungen, -pläne und -beratung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen. Universität Rostock.

Kahlert, Heike: "Man is Prof oder nichts, Turnschuh oder Lackschuh, dazwischen gibt's nix." - Karrierehandeln des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fächer- und Geschlechtervergleich. in: Politikwissenschaft. Rundbrief der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft Nr. 144, Frühjahr 2011, S. 143-151.

Konferenzen Fachtagung "Promotion und was dann?" Karriereorientierungen, -wege und -beratung des wissenschaftlichen Nachwuchses am 27./28.09.2010 an der Universität Rostock

Weitere Projektdarstellungen

Projektlink zum SOFISwiki
Weitere Projektdarstellungen


45, SOFISwiki: GESIS, Forschungserhebung 2015